Zwei Zulassungen an einem Tag in Japan — und der Kurs gibt trotzdem nach. Bei Bayer treffen gerade starke Pipeline-Signale auf handfesten Verkaufsdruck, was das eigentliche Spannungsfeld rund um die Aktie gut beschreibt.

Doppelter Regulierungserfolg aus Tokio

Das Augenmedikament Eylea 8 mg erhielt vom japanischen Ministerium die Zulassung für eine dritte Indikation: die Behandlung von Sehbeeinträchtigungen durch Makulaödeme infolge retinaler Venenverschlüsse. Die höhere Dosierung überzeugt dabei mit deutlich längeren Behandlungsintervallen — 60 Prozent der Patienten in der Zulassungsstudie erreichten ein Injektionsintervall von vier Monaten oder mehr.

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Parallel dazu feierte das MRT-Kontrastmittel Gadoquatrane seine weltweit erste Marktzulassung, ebenfalls in Japan. Unter dem Namen Ambelvist vertrieben, benötigt das Mittel pro Untersuchung 60 Prozent weniger Gadolinium als bisher verfügbare Alternativen auf dem japanischen Markt — ein klarer Differenzierungsvorteil im Diagnostics-Segment.

Aktivist verkauft, Aktie gibt nach

Die positiven Nachrichten aus Tokio verpufften an der Börse. Inclusive Capital Partners trennte sich am Dienstag von rund 8,5 Millionen Bayer-Aktien zu je 37,45 Euro — abgewickelt über JPMorgan Chase. Das entspricht einem Abschlag von etwa 25 Prozent gegenüber dem Einstiegsniveau von Anfang 2023. Die Aktie fiel daraufhin zeitweise um bis zu 3,7 Prozent und liegt mit rund 37,83 Euro inzwischen rund 11 Prozent unter dem Stand vor einem Monat.

Supreme Court und Hauptversammlung im April

Zwei Termine im April setzen den Rahmen für die nächsten Wochen. Am 24. April findet die virtuelle Hauptversammlung statt; Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine unveränderte Dividende von 0,11 Euro je Aktie für 2025 vor.

Drei Tage später, am 27. April, beginnen die mündlichen Verhandlungen vor dem US Supreme Court in der Roundup-Causa. Das Gericht soll klären, ob Klagen wegen fehlender Warnhinweise durch Bundesrecht ausgeschlossen werden können. Bayer erwartet die Entscheidung in der zweiten Junihälfte. Ein positives Urteil könnte einen erheblichen Teil der verbleibenden Klagen hinfällig machen — ein negatives hingegen würde die bestehende Vergleichsvereinbarung unter erheblichen Druck setzen. Das Urteil dürfte die Aktie weit stärker bewegen als jede Zulassung aus Tokio.

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