Während operative Fortschritte und einzelne Wachstumsfelder bei Bayer für Stabilität sorgen, rückt auf einer anderen Ebene ein Thema in den Vordergrund, das den Konzern seit Jahren begleitet: Es geht bei immensen Schwankungen an den Börsen wegen dieses Themas noch immer um die juristische Aufarbeitung der Glyphosat-Komplexe. Mit einem milliardenschweren Vergleich in den USA zeichnete sich nun eine Entlastung ab. Allerdings ist der Vergleich am Ende noch nicht rechtssicher, zum zweiten halten die Börsen ihn wohl noch für teuer. In den vergangenen vier Wochen ging es um rund 10 % abwärts. Die Aktie ist nun heute durch kleine Gewinne von 0,1 % auf immerhin 38,46 Euro gestiegen. Das reicht dennoch bei weitem nicht für einen Wechsel in eine bessere Stimmungslage.

40 Euro wären sicherlich eine geeignete Kursobergrenze, an der sich die neue Trendstärke messen lassen müsste.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Bayer?

Bayer: Über allem liegt Glyphosat

Im Zentrum der Glyphosat-Debatte aber steht ein Vergleichsrahmen über 7,25 Milliarden US-Dollar, der Schadensersatzforderungen über einen Zeitraum von 21 Jahren abdecken soll. Ein US-Richter hat dem Modell bereits vorläufig zugestimmt. Für Bayer bedeutet das vor allem eines: Das bislang schwer kalkulierbare Prozessrisiko wird deutlich eingegrenzt und planbarer gemacht.

Diese Entwicklung hat unmittelbare Auswirkungen auf die Wahrnehmung am Kapitalmarkt. Nachhaltigkeitsratings reagieren sensibel auf rechtliche Risiken, entsprechend wurde Bayer erstmals mit einem AA-Rating von MSCI bewertet, während auch andere ESG-Bewertungen angepasst wurden. Für institutionelle Investoren, die strengen Kriterien folgen, verbessert sich damit die Investierbarkeit des Titels.

Operativ zeigt sich jedoch die Kehrseite dieser Entlastung. Die finanziellen Belastungen aus Rechtsstreitigkeiten schlagen sich weiterhin deutlich in den Kennzahlen nieder. Zwar stieg der währungsbereinigte Umsatz 2025 leicht auf 45,57 Milliarden Euro, das Konzernergebnis fiel jedoch aufgrund der Sonderaufwendungen auf minus 3,62 Milliarden Euro zurück. Auch für 2026 erwartet das Management einen negativen freien Cashflow, der direkt mit geplanten Auszahlungen im Zusammenhang mit den Rechtsfällen verknüpft ist.

Am Ende sind Analysten mittlerweile recht überzeugt. Die Aktie habe ein Kursziel von gut 44 Euro, heißt es im Konsens. Das ist nicht überragend, aber deutlich höher als der aktuelle Wert der Leverkusener.

Bayer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bayer-Analyse vom 23. März liefert die Antwort:

Die neusten Bayer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bayer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Bayer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...