Für den Leverkusener Konzern rückt ein entscheidendes juristisches Datum näher. Am 27. April verhandelt der US-amerikanische Supreme Court einen Fall, der die künftige Belastung durch den Unkrautvernichter Roundup fundamental verändern könnte. Ein Urteil zugunsten des Unternehmens hätte das Potenzial, einen Großteil der noch ausstehenden Klagen juristisch zu entkräften.

Präzedenzfall mit enormer Tragweite

Im Zentrum der Anhörung steht der Fall Monsanto v. Durnell. Das oberste Gericht prüft die Argumentation, wonach Bundesrecht Klagen auf Bundesstaatsebene ausschließt, die auf fehlenden Krebs-Warnhinweisen basieren. Da die US-Umweltbehörde EPA solche Warnungen für Glyphosat nicht vorschreibt, sieht sich das Unternehmen im Recht. Die Entscheidung, die für die zweite Junihälfte erwartet wird, betrifft nicht nur diesen Einzelfall, sondern rund 65.000 anhängige Klagen von Non-Hodgkin-Lymphom-Patienten.

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Parallel zur juristischen Verteidigung treiben Agrarverbände auf politischer Ebene sogenannte „Shield Laws“ voran. Diese Gesetze sollen Unternehmen auf lokaler Ebene vor weiteren Klagewellen schützen, wobei der Bundesstaat Georgia bereits eine entsprechende Regelung verabschiedet hat.

Hohe Rechtskosten belasten die Bilanz

Wie schwer die juristischen Altlasten wiegen, zeigte sich in den jüngsten Jahreszahlen. Trotz eines soliden operativen Geschäfts mit einem bereinigten EBITDA von knapp 9,7 Milliarden Euro rutschte das Nettoergebnis 2025 auf minus 3,6 Milliarden Euro ab. Auch für 2026 rechnet das Management aufgrund erwarteter Vergleichszahlungen mit einem negativen freien Cashflow.

Am Aktienmarkt spiegelt sich diese Unsicherheit deutlich wider. Der Titel ging gestern bei 38,50 Euro aus dem Handel. Mit einem RSI von 16,5 gilt der Wert technisch derzeit als stark überverkauft, was die anhaltende Zurückhaltung der Investoren im Vorfeld der Gerichtsverhandlung unterstreicht.

Die kommenden Wochen bringen nun konkrete Termine für Aktionäre. Bereits am 24. April findet die Hauptversammlung statt, auf der eine Dividende von 0,11 Euro für das abgelaufene Geschäftsjahr zur Abstimmung steht. Nur drei Tage später folgen die mündlichen Argumente vor dem Supreme Court, deren Ausgang die finanzielle Struktur des Konzerns auf Jahre hinaus prägen wird.

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