Bayer Aktie: Aktivist zieht ab
Ausgerechnet jetzt. Während Bayer ohnehin mit schwacher Kursentwicklung zu kämpfen hat, plant der aktivistische Investor Jeff Ubben den Teilausstieg aus dem Konzern. Die Nachricht trifft die Aktie an einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.
Ubbens Investmentfirma Inclusive Capital Partners beabsichtigt, rund 8,5 Millionen Bayer-Aktien über eine Kapitalmarktplatzierung zu veräußern. Das Paket entspricht knapp einem Prozent des gesamten Grundkapitals und hatte zum letzten Schlusskurs einen Marktwert von etwa 327 Millionen Euro. Als Abwickler fungiert JPMorgan Chase.
Vom Antreiber zum Verkäufer
Inclusive Capital war Anfang 2023 mit klaren Ambitionen bei Bayer eingestiegen. Ubben galt als einer der treibenden Kräfte hinter dem Abgang von Ex-Chef Werner Baumann und forderte wiederholt eine strategische Aufspaltung des Konzerns. Unter dem seit Mitte 2023 amtierenden CEO Bill Anderson blieb eine solche Zerschlagung jedoch aus. Anderson setzte stattdessen auf ein Umbauprogramm namens „Dynamic Shared Ownership" — für Ubben offenbar zu wenig, zu langsam.
Marktbeobachter werten den Schritt als Signal, dass Inclusive Capital kurzfristig keinen ausreichenden Wertzuwachs mehr erwartet. Eine schnelle Kurserholung durch strukturelle Einschnitte ist unter Anderson zumindest vorerst nicht vorgesehen.
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Schwieriges Umfeld bleibt bestehen
Die fundamentale Lage liefert wenig Gegenargumente. Erst kürzlich präsentierte Bayer eine Ergebnisprognose für 2026, die Analysten enttäuschte: Das bereinigte EBITDA soll zwischen 9,1 und 9,6 Milliarden Euro liegen — der obere Rand knapp unter dem Konsensschätzwert von 9,67 Milliarden Euro. Gleichzeitig belasten Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten in den USA und ein hoher Schuldenstand die Bilanz weiter.
Seit Mitte März hat die Aktie bereits mehr als 22 Prozent an Wert verloren. Die psychologisch wichtige Marke von 40 Euro konnte trotz vereinzelter positiver Analystenkommentare nicht zurückerobert werden. Heute büßt der Titel erneut mehr als drei Prozent ein.
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