Jahrelang schien der Leverkusener Konzern in einem endlosen Strudel aus Rechtsstreitigkeiten und strategischer Unsicherheit gefangen. Doch nun gelang Bayer ein medizinischer Coup, der die Bewertung des Unternehmens grundlegend verändern könnte. Ein Durchbruch in der klinischen Forschung sorgt für Euphorie und lässt Anleger aufatmen: Ist dies der lang ersehnte Befreiungsschlag, der die Glyphosat-Sorgen endgültig in den Schatten stellt?

Weltpremiere mit Blockbuster-Potenzial

Das Herzstück der aktuellen Begeisterung ist das Medikament Asundexian. Am 23. November lieferte die Phase-III-Studie OCEANIC-STROKE genau das, was sich Investoren und Mediziner erhofft hatten: Der Blutgerinnungshemmer senkte signifikant das Risiko wiederkehrender Schlaganfälle, ohne dabei – und das ist der entscheidende Punkt – die Gefahr schwerer Blutungen zu erhöhen.

Damit hat Bayer als erstes Unternehmen weltweit eine Phase-III-Studie mit einem sogenannten Faktor-XIa-Inhibitor erfolgreich abgeschlossen. Die Leverkusener haben nun einen entscheidenden Vorsprung vor der Konkurrenz und bereiten bereits die globalen Zulassungsanträge vor.

Die Treiber der aktuellen Rally:

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Bayer?

  • Medizinischer Durchbruch: Asundexian meistert als erster Wirkstoff seiner Klasse die entscheidende klinische Hürde.
  • Pipeline-Erfolg: Zusätzliche FDA-Zulassung für das Krebsmedikament HYRNUO erhalten.
  • Operative Wende: Kernergebnis je Aktie im dritten Quartal verdoppelt.

Analysten zünden den Turbo

Die Reaktion der Finanzwelt ließ nicht auf sich warten. Experten sehen in den Daten eine massive Risikoreduzierung für die Zukunft des Konzerns. Goldman Sachs reagierte prompt und hob das Kursziel auf 38,50 Euro an, während Berenberg nun 30,40 Euro aufruft. Der Tenor ist eindeutig: Das Chance-Risiko-Verhältnis hat sich drastisch verbessert.

Dieser Optimismus spiegelt sich eindrucksvoll im Chart wider. Mit einem Schlusskurs von 30,58 Euro notiert das Papier in direkter Schlagdistanz zum jüngsten 52-Wochen-Hoch von 30,83 Euro. Die beeindruckende Performance von über 58 Prozent seit Jahresanfang unterstreicht, dass das Vertrauen der Großanleger zurückkehrt.

Die Altlasten bleiben gefährlich

Doch trotz der Pharma-Party darf die Realität nicht ausgeblendet werden. CEO Bill Anderson kämpft weiterhin an der juristischen Front. Zwar gibt es Fortschritte bei der Eindämmung der Klageflut, doch die finanziellen Belastungen steigen kurzfristig an.

Aufgrund jüngster Vergleiche und eines negativen Urteils im PCB-Fall musste Bayer die Rückstellungen erhöhen. Die prognostizierten Sonderbelastungen für das Jahr 2025 wurden auf bis zu 4,0 Milliarden Euro nach oben korrigiert. Es bleibt ein Ritt auf der Rasierklinge: Kann die Innovationskraft der Pharma-Sparte die teuren Schatten der Vergangenheit endlich überstrahlen? Die Weichen dafür sind jetzt gestellt.

Bayer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bayer-Analyse vom 29. November liefert die Antwort:

Die neusten Bayer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bayer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. November erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Bayer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...