Am Donnerstag verzeichnete die Bayer-Aktie einen leichten Kursabschlag von -0,3 %. Zwischenzeitlich waren es bereits über -2 % Minus. Nun aber kam die Aktie mit dem noch akzeptablen Kurs von 38,58 Euro über die Ziellinie. Der Titel bewegt sich letztlich immer noch an der Schwelle von 40 Euro.

Die Entwicklung folgt auf eine Handelswoche, in der mehrere Marktbeobachter die Kurszone zwischen 38 Euro und 40 Euro als kurzfristigen Rahmen und Orientierung beschrieben haben.

Richtig stabil wirkt die Aktie aktuell allerdings noch immer nicht. Kürzlich hatten Analysten deren Kursziel auf inzwischen mehr als 50 Euro angesetzt. Dann wurde klar, dass es massivere Einschnitte geben würde.

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Die Bayer erlebt noch deutliche Einschnitte

Ein Teil des Fokus richtet sich auf ein politisches Verfahren im US-Bundesstaat Kansas, das sich mit der Kennzeichnung von Produkten im Zusammenhang mit dem Herbizid Roundup beschäftigt. In einem parlamentarischen Ausschuss wurde kürzlich eine Regelung diskutiert, nach der Warnhinweise zur Nutzung solcher Produkte präziser formuliert werden sollen. Hintergrund dieser Debatte ist eine Reihe von Gerichtsverfahren, die in den vergangenen Jahren zu milliardenschweren Forderungen geführt hatten und den Konzern regelmäßig in den Fokus amerikanischer Gerichte rückten.

Der aktuelle politische Prozess betrifft vor allem die Frage, ob Hersteller künftig stärker haftbar gemacht werden können, wenn Warnhinweise aus Sicht der Gerichte nicht ausreichend konkret formuliert sind. Diese Diskussion wurde während einer Sitzung des Parlaments von Kansas erneut aufgenommen, wobei mehrere Abgeordnete auf frühere Urteile verwiesen, die sich mit möglichen Gesundheitsrisiken bestimmter Wirkstoffe beschäftigt hatten. Für den Konzern aus Nordrhein-Westfalen ist diese juristische Debatte relevant, weil ein Teil der anhängigen Klagen in den Vereinigten Staaten weiterhin auf ähnliche Argumentationslinien gestützt wird.

Parallel dazu beobachten Branchenanalysten seit dem Beginn des Konflikts zwischen Israel und Iran Veränderungen bei der Versorgung mit chemischen Vorprodukten. Mehrere Marktberichte nannten Lieferketten, die über Häfen im Nahen Osten verlaufen, als mögliche Schwachstelle für europäische Chemieunternehmen. Einige Händler verwiesen darauf, dass bestimmte Rohstoffe zeitweise verzögert in Europa ankamen, während andere Transporte über alternative Routen organisiert wurden.

In den vergangenen Wochen reagierten mehrere Analystenhäuser auf diese Entwicklungen mit Anpassungen ihrer Kursmodelle. Aber auch jetzt gilt noch: Die Aktie ist aus deren Sicht unterschätzt. Der Kurs sollte den Konsensschätzungen nach in etwa bei rund 44 Euro liegen.

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