Der Leverkusener Konzern erlebt derzeit eine der dynamischsten Handelswochen seit Jahren. Zwei Katalysatoren treiben die Aktie: Eine prestigeträchtige Hochstufung durch Goldman Sachs und ein möglicher Kurswechsel der EU-Agrarpolitik. Nach dem Test der 40-Euro-Marke steht die Frage im Raum, ob die jahrelange Monsanto-Belastung endgültig überwunden ist.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- Goldman Sachs nimmt Bayer auf "European Conviction List"
- EU plant weitreichende Lockerung bei Gen-Editing-Pflanzen
- Aktie testete erstmals seit Ende 2023 die 40-Euro-Marke
- Charttechnischer Ausbruch aus Mehrjahreskonsolidierung

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Goldman gibt klares Signal

Die US-Investmentbank setzte die Aktie auf ihre "European Conviction List" – ein Schritt, der institutionellen Investoren höchste Überzeugung signalisiert. Dieser Status wird nur vergeben, wenn Analysten ein außergewöhnliches Aufwärtspotenzial sehen.

Der Markt interpretiert die Hochstufung als Wendepunkt: Die jahrelangen Monsanto-Rechtsstreitigkeiten scheinen weitgehend eingepreist. Der Fokus verschiebt sich zurück auf das operative Geschäft und die Innovationskraft der CropScience-Sparte.

Brüsseler Kehrtwende als Kurstreiber

Ein Bericht der Financial Times vom Donnerstag lieferte zusätzliche Dynamik. Demnach planen EU-Institutionen eine umfassende Lockerung der Vorschriften für gentechnisch veränderte Pflanzen.

Die Auswirkungen für Bayer:
- Schnellerer Marktzugang für CropScience-Innovationen im Heimatmarkt
- Strategische Rechtfertigung der umstrittenen Monsanto-Übernahme
- Margenpotenzial durch reduzierte Regulierungskosten bei neuem Saatgut

Diese regulatorische Perspektive trieb den Kurs in der Spitze auf 40,00 Euro, bevor Gewinnmitnahmen zum Wochenende den Preis auf 38,88 Euro drückten.

Charttechnik bestätigt Ausbruch

Das Überwinden der Widerstandszonen bei 36 und 38 Euro unter hohem Handelsvolumen markiert einen klaren Trendwechsel. Die Aktie notiert mittlerweile deutlich über ihren gleitenden Durchschnitten und hat seit dem Jahrestief bei 19,62 Euro nahezu verdoppelt. Das Niveau um 38,50 Euro fungiert derzeit als kurzfristige Unterstützung.

Beobachter richten den Blick nun auf den US Supreme Court. Sollte das Oberste Gericht den Glyphosat-Fall zur Überprüfung annehmen – wie vom US-Justizministerium teilweise befürwortet – würde dies das Risikoprofil fundamental verändern. Die Entscheidung könnte bereits in den kommenden Wochen fallen.

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