Ist der jahrelange Glyphosat-Albtraum endlich vorbei? Nachdem Klagen und Unsicherheit den Konzern über lange Zeit gelähmt haben, sorgt eine Entscheidung des US Supreme Court für neue Euphorie am Markt. Während die Aktie bereits eine massive Aufholjagd hinlegt, rückt eine finale Klärung der Rechtsrisiken in greifbare Nähe.

  • Höchstes Gericht: US Supreme Court nimmt Fall Monsanto v. Durnell zur Verhandlung an.
  • Analysten-Lob: Goldman Sachs setzt Bayer auf die „Conviction List“.
  • Kurs-Rallye: Der Titel verzeichnet ein Plus von über 113 % in den letzten 12 Monaten.

Hoffnung auf Grundsatzurteil

Im Zentrum der aktuellen Neubewertung steht der Fall Monsanto v. Durnell. Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA, diesen Fall anzunehmen („Certiorari granted“), werten Marktbeobachter als potenziellen Wendepunkt in der Klagewelle. Kern des Streits ist die Frage des sogenannten „Federal Preemption“ – also ob Bundesrecht vor Landesrecht geht.

Bayer argumentiert, dass staatliche Gerichte keine Warnhinweise auf Glyphosat-Produkten fordern dürfen, wenn die zuständige US-Umweltbehörde EPA diese zuvor als wissenschaftlich unbegründet abgelehnt hat. Sollten die Richter dieser Argumentation folgen, würde dies tausenden anhängigen Klagen die rechtliche Grundlage entziehen. Ein Urteil wird bis zum Ende der Sitzungsperiode im Juni 2026 erwartet.

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Wall Street und Pipeline liefern Rückenwind

Flankiert wird die juristische Hoffnung durch ein starkes Signal der Wall Street. Goldman Sachs hat die Aktie im Januar auf seine „European Conviction List“ gesetzt. Dies unterstreicht, dass die Experten das aktuelle Bewertungsniveau und die fortschreitende Restrukturierung als überzeugende Kaufgelegenheit einstufen.

Parallel dazu meldet die Pharma-Sparte operative Fortschritte. Die FDA erteilte der Bayer-Tochter BlueRock Therapeutics am 22. Januar den „Orphan-Drug-Status“ für eine neue Zelltherapie gegen erbliche Augenkrankheiten. Auch wenn dieser Erfolg finanziell kurzfristig weniger wiegt als die Agrar-Thematik, sichert er dem Konzern künftige Marktexklusivität und beweist Innovationskraft abseits der bekannten Blockbuster.

Der Markt preist diese veränderte Risikowahrnehmung bereits aggressiv ein. Mit einem aktuellen Kurs von 46,03 Euro notiert das Papier in unmittelbarer Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch und hat sich seit Jahresanfang bereits um gut 21 Prozent verteuert.

Die Kombination aus juristischer Perspektive und operativem Fortschritt hat die Stimmung gedreht. Der Fokus liegt nun voll auf Washington: Bis zur erwarteten Urteilsverkündung im Juni bleibt die Volatilität ein Begleiter, doch die Chance, das Kapitel der massiven US-Rechtsrisiken endgültig zu schließen, ist so real wie lange nicht mehr.

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