Jahrelang lasteten die rechtlichen Unsicherheiten rund um Glyphosat schwer auf dem Kurs, doch nun zeichnet sich eine potenzielle Wende ab. Der US Supreme Court hat angekündigt, den Fall Durnell zur Prüfung anzunehmen – ein juristischer Meilenstein, auf den Anleger lange gewartet haben. Könnte dies der entscheidende Schritt sein, um die milliardenschweren Rechtsrisiken in den USA signifikant einzugrenzen?

Hier sind die wichtigsten Fakten zur aktuellen Entwicklung:

  • Entscheidung: US Supreme Court nimmt Fall Durnell zur Prüfung an.
  • Zeitplan: Ein Urteil wird noch in der laufenden Sitzungsperiode bis Juni 2026 erwartet.
  • Kursreaktion: Die Aktie notiert am 52-Wochen-Hoch.
  • Rechtslage: Rund 132.000 von 197.000 angemeldeten Ansprüchen wurden bereits beigelegt oder disqualifiziert.

Die Bedeutung des Falls Durnell

Die Ankündigung des Obersten Gerichtshofs der USA sorgt für neue Zuversicht unter Investoren. Im Kern dreht sich der Fall Durnell um die komplexe Rechtsfrage, ob Bundesrecht (Federal Law) Klagen auf Basis von einzelstaatlichem Recht ausschließt, wenn es um angeblich fehlende Warnhinweise geht. Bayer argumentiert, dass Ansprüche wegen fehlender Krebs-Warnhinweise unzulässig seien, da die US-Umweltbehörde EPA Glyphosat als nicht krebserregend einstuft und Warnhinweise auf den Produkten sogar untersagt hätte.

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Rückenwind erhält der Konzern dabei vom Solicitor General John Sauer. Dieser hatte sich bereits im Dezember 2025 für die Annahme des Falls ausgesprochen und betont, dass eine Aufrechterhaltung der bisherigen Urteilspraxis es Geschworenen ermöglichen würde, wissenschaftliche Expertenbewertungen der Bundesbehörden zu ignorieren.

Kursrallye und operative Fortschritte

Der Optimismus spiegelt sich deutlich im Aktienkurs wider. Das Papier markierte heute bei 46,41 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch und bestätigte damit den beeindruckenden Aufwärtstrend. Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet der Titel ein Plus von über 115 Prozent. Allein in den letzten 30 Tagen legte der Kurs um gut 27 Prozent zu, was die veränderte Wahrnehmung des Chancen-Risiko-Profils durch den Markt unterstreicht.

Abseits des Gerichtssaals treibt auch das operative Geschäft die Bewertung. Das Management präsentierte auf der J.P. Morgan Healthcare Conference strategische Ziele, die bis 2027 wieder ein mittleres einstelliges Wachstum im Pharmabereich vorsehen. Hoffnungsträger sind hierbei insbesondere das Prostatakrebs-Medikament Nubeqa sowie das Nierenpräparat Kerendia. Auch die FDA-Zulassung für das Medikament Lynkuet im Oktober 2025 stützt die Wachstumsfantasie und soll helfen, die operative Marge bis 2030 auf etwa 30 Prozent zu heben.

Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf zwei entscheidende Daten: Am 25. Februar 2026 wird der Geschäftsbericht detaillierten Einblick in die Bücher geben, bevor bis Juni 2026 das Urteil des Supreme Court erwartet wird, das die juristische Altlast endgültig neu bewerten könnte.

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