Der neue Ausblick ist das Problem: Bayer stellt für 2026 zwar stabile Geschäfte in Aussicht, bleibt damit aber hinter den Erwartungen zurück. Dazu kommen hohe Zahlungen aus den US-Rechtsstreitigkeiten rund um Roundup, die den Geldfluss belasten. Was bedeutet das konkret für die Aktie?

2026: Stabiler Umsatz, aber wenig Rückenwind

Für 2026 rechnet Bayer währungsbereinigt mit einem stabilen Verlauf. Der Konzern peilt einen Umsatz von 44 bis 46 Mrd. Euro an (währungsbereinigt 45 bis 47 Mrd. Euro). Beim operativen Ergebnis (EBITDA vor Sondereinflüssen) stehen 9,1 bis 9,6 Mrd. Euro im Plan (währungsbereinigt 9,6 bis 10,1 Mrd. Euro).

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Das klingt zunächst solide. Der Haken: Die Prognose kommt laut Quelltext unter den allgemeinen Markterwartungen an. Als Belastungsfaktoren nennt Bayer die anhaltenden Rechtsstreitigkeiten in den USA sowie zunehmenden Wettbewerb durch Nachahmerprodukte bei wichtigen Medikamenten.

Roundup-Zahlungen drücken den Free Cash Flow

Der größte konkrete Brocken in der Finanzplanung sind die erwarteten Litigation-Auszahlungen von rund 5 Mrd. Euro im Zusammenhang mit den Glyphosat-Verfahren. Bayer geht davon aus, dass der Free Cash Flow dadurch voraussichtlich ins Negative rutscht.

Gleichzeitig will der Konzern der Hauptversammlung eine Dividende von 0,11 Euro je Aktie für 2025 vorschlagen. Der Spagat ist damit offensichtlich: Ausschüttung ja, aber die Rechtsrisiken bleiben ein zentraler Klotz am Bein.

Glyphosat: Juristischer Schritt nach vorn – Kurs trotzdem unter Druck

Parallel zu den Zahlen gab es zumindest eine juristische Entwicklung: Ein Gericht im US-Bundesstaat Missouri erteilte die vorläufige Genehmigung für einen Sammelvergleich. Das ist ein Baustein in Bayers Strategie, die Verfahren beizulegen – löst das Thema aber nicht schlagartig.

An der Börse überwog zunächst die Skepsis. Die Aktie schloss gestern bei 37,59 Euro und liegt auf 30 Tage gerechnet 16,65% im Minus. Auffällig: Der RSI (14 Tage) bei 19,6 signalisiert kurzfristig eine stark überverkaufte Situation, während der Kurs zugleich unter dem 50-Tage-Durchschnitt (42,83 Euro) notiert.

Operativ fiel das Bild im Quartal gemischt aus: Crop Science trug laut Quelltext und übertraf die Erwartungen, Pharma lag beim Umsatz leicht darunter, Consumer Health blieb ebenfalls hinter den Prognosen zurück.

Unterm Strich bleibt: Der Ausblick setzt den Ton, und die erwarteten 5 Mrd. Euro an Rechtszahlungen sind der zentrale Bremsklotz. Solange diese Last den freien Cashflow ins Minus drückt, dürfte jede Erholung der Aktie stark davon abhängen, ob Bayer bei den US-Verfahren weiter sichtbar vorankommt.

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