Der Leverkusener Konzern meldet gleich an zwei wichtigen Fronten signifikante Fortschritte. Ein entscheidender Studienerfolg in der Pharmasparte und Bewegung im US-Rechtsstreit um Glyphosat liefern handfeste Argumente für eine fundamentale Neubewertung. Während das operative Geschäft neue Impulse erhält, reagiert der Kursverlauf am Markt aktuell noch verhalten.

In der entscheidenden Phase-III-Studie FIND-CKD hat das Medikament Kerendia (Finerenon) seinen primären Endpunkt erreicht. Das Präparat verlangsamte den Nierenfunktionsverlust bei erwachsenen Patienten mit nicht-diabetischer chronischer Nierenerkrankung signifikant. Bayer plant nun die Zulassungserweiterung bei der US-Behörde FDA. Dieser Schritt erschließt einen Milliardenmarkt und adressiert einen hohen medizinischen Bedarf. Die neuen Einnahmequellen sollen den absehbaren Umsatzrückgang bei älteren Blockbustern wie dem Blutverdünner Xarelto oder dem Augenmittel Eylea abfedern. Analysten trauen Finerenon mittlerweile Spitzenumsätze von über zwei Milliarden Euro jährlich zu.

Bewegung im Glyphosat-Komplex

Parallel zu den Fortschritten in der Pipeline entspannt sich die juristische Lage in den Vereinigten Staaten. Ein US-Bundesrichter hat einen Vergleichsvorschlag über 7,25 Milliarden Dollar zur vorläufigen Genehmigung angenommen, der tausende Klagen rund um den Unkrautvernichter Roundup beilegen soll. Gleichzeitig hat der US Supreme Court zugestimmt, eine Berufung Bayers zu prüfen. Die Richter verhandeln am 27. April, ob Klagen wegen angeblich fehlender Warnhinweise durch Bundesrecht ausgeschlossen sind. Eine finale Entscheidung wird in der zweiten Junihälfte erwartet.

Analysten sehen deutliches Kurspotenzial

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  • Goldman Sachs: „Buy" mit Ziel 54 Euro
  • UBS: „Buy" mit Ziel 52 Euro
  • Barclays: „Overweight" mit Ziel 48 Euro

Trotz dieser optimistischen Einschätzungen gibt die Aktie am heutigen Freitag leicht um 0,98 Prozent auf 38,30 Euro nach. Auf Sicht von zwölf Monaten steht jedoch ein starkes Plus von 60,05 Prozent zu Buche, was die bisherige fundamentale Erholung des Unternehmens unterstreicht.

Der nächste Härtetest für das neue Betriebsmodell „Dynamic Shared Ownership" folgt in Kürze. Auf der Hauptversammlung am 24. April wird das Management die angestrebten Einsparungen von zwei Milliarden Euro konkretisieren, bevor am 12. Mai die Quartalszahlen zeigen, inwieweit sich die strategischen Fortschritte bereits in handfesten Ergebnissen niederschlagen.

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