Nach jahrelanger Talfahrt im Schatten der US-Rechtsstreitigkeiten hellt sich die Stimmung rund um den Leverkusener Konzern spürbar auf. Gleich mehrere Investmentbanken überbieten sich derzeit mit Kaufempfehlungen und heben ihre Erwartungen deutlich an. Im Zentrum des neuen Optimismus steht eine greifbare Lösung im Glyphosat-Dilemma sowie eine unterschätzte Pharma-Pipeline.

Den Anfang in der jüngsten Reihe positiver Stimmen machte die Schweizer Großbank UBS, dicht gefolgt von Oddo BHF. Letztere stufte das Papier auf „Outperform“ hoch und schraubte das Kursziel von knapp 40 auf 55 Euro nach oben. Angesichts eines Freitagsschlusskurses von 37,65 Euro errechnen die Experten hier ein erhebliches Aufwärtspotenzial. Dass das Wertpapier kurzfristig mit einem RSI von 20,1 stark überverkauft ist, könnte antizyklischen Investoren dabei zusätzlich in die Karten spielen.

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Glyphosat-Einigung rückt in greifbare Nähe

Der Hauptgrund für die neue Zuversicht liegt in den USA. Ein Gericht erteilte Anfang März einem milliardenschweren Sammelvergleich die vorläufige Genehmigung. Marktbeobachter werten dies als entscheidenden Schritt, um den Fokus der Anleger wieder auf das operative Geschäft zu lenken. Die Bedingung des Konzerns ist allerdings streng: Nahezu alle Kläger müssen dem Vergleich zustimmen, damit dieser rechtlichen Bestand hat.

Abseits der Gerichtssäle liefert auch die fundamentale Entwicklung Argumente für die Bullen. In der Pharma-Sparte entwickeln sich die Medikamente Nubeqa und Kerendia besser als vom Markt erwartet. Kurz vor der Zulassung stehende Produkte wie Asundexian wecken zudem mittelfristige Wachstumsfantasien. Um zusätzliche Werte freizusetzen, bringen die Analysten von Oddo BHF sogar eine mögliche Abspaltung der Consumer-Health-Sparte ins Spiel.

Wichtige Termine im Frühsommer

Ob der Konzern die hohen Erwartungen der Analysten erfüllen kann, entscheidet sich in den kommenden Monaten an mehreren Fronten. Der Terminkalender liefert konkrete Katalysatoren:

  • 27. April: Mündliche Verhandlungen vor dem US Supreme Court
  • 12. Mai: Veröffentlichung der Quartalszahlen (Q1)
  • 4. Juni: Ende der Opt-out-Frist für Kläger im Sammelvergleich
  • 9. Juli: Abschließende Anhörung zur Genehmigung des Vergleichs

Spätestens mit der finalen Anhörung im Juli dürfte Klarheit über die tatsächliche finanzielle Belastung herrschen. Bis dahin bleibt der freie Cashflow mit einem erwarteten Minus von bis zu 2,5 Milliarden Euro für das Jahr 2026 eine der größten fundamentalen Baustellen des Unternehmens.

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