Nel ASA Aktie: Umsatz im Fokus
Das norwegische Wasserstoffunternehmen Nel ASA lädt seine Aktionäre im April zur rein digitalen Hauptversammlung. Das Management muss sich dort einem deutlichen Widerspruch stellen: Während die Auftragsbücher prall gefüllt sind, schrumpften die tatsächlichen Erlöse zuletzt spürbar. Anleger erhoffen sich nun konkrete Antworten, wie und wann diese Bestellungen in zählbare Gewinne verwandelt werden.
Volle Bücher, schrumpfende Erlöse
Das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 lieferte ein gemischtes Bild. Die Norweger verzeichneten einen Umsatzrückgang um 31 Prozent, was die Führungsebene mit unregelmäßigen Lieferplänen bei großen Elektrolyseur-Projekten begründet. Gleichzeitig zog das Neugeschäft massiv an. Ein Großauftrag über einen 40-Megawatt-PEM-Elektrolyseur für zwei norwegische Standorte trieb den Auftragseingang im vierten Quartal in die Höhe. Der gesamte Auftragsbestand wuchs bis zum Jahresende auf 1,319 Milliarden Norwegische Kronen an.
Um in diesem herausfordernden Marktumfeld die Liquidität zu schonen, setzte das Management ein striktes Sparprogramm um. Dazu gehörte neben allgemeinen Kostensenkungen auch ein leichter Stellenabbau auf 229 Mitarbeiter zum Jahreswechsel. An der Börse spiegelt sich diese unsichere Übergangsphase deutlich wider. Mit einem Schlusskurs von 0,19 Euro am Freitag verzeichnet das Papier auf Sicht von zwölf Monaten ein Minus von rund 25 Prozent.
Hoffnungsträger der nächsten Generation
Im Zentrum der kommenden Hauptversammlung am 10. April dürfte die neue Elektrolyseur-Technologie stehen. Diese nächste Generation soll den Platzbedarf der Anlagen um 80 Prozent reduzieren und die Investitionskosten für Kunden um bis zu 60 Prozent senken. Die Markteinführung ist noch für das erste Halbjahr 2026 geplant, bevor im kommenden Jahr die Auslieferungen im großen Stil beginnen sollen.
Für die notwendige Erweiterung der Fabrik in Herøya sicherte sich das Unternehmen EU-Fördermittel von bis zu 135 Millionen Euro. Im ersten Schritt fließen rund 300 Millionen Kronen in den Aufbau einer Kapazität von einem Gigawatt.
Die anstehende Hauptversammlung bietet Aktionären die letzte Gelegenheit für einen direkten Austausch mit dem Management, bevor eine zweiwöchige Ruhephase beginnt. Am 22. April folgen dann die Zahlen für das erste Quartal, die erste Belege für eine erfolgreiche Umsatzrealisierung der neuen Aufträge liefern müssen.
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