Der weltgrößte Chemiekonzern kommt bei seinem harten Sparkurs schneller voran als geplant. Trotz dieser operativen Fortschritte dämpft das Management die Erwartungen für das laufende Jahr deutlich. Ein schwaches globales Marktumfeld und geopolitischer Gegenwind zwingen das Unternehmen zu einer vorsichtigen Prognose, die den Analystenkonsens verfehlt.

Sparen allein reicht nicht

Bis Ende 2025 erzielte der Konzern jährliche Kosteneinsparungen von 1,7 Milliarden Euro und übertraf das eigene Ziel damit um 100 Millionen Euro. Die Maßnahmen umfassen einen Stellenabbau sowie die Verlagerung energieintensiver Anlagen nach Indien und Malaysia. Diese Effizienzgewinne werden derzeit jedoch von externen Belastungsfaktoren überschattet. Für 2026 rechnet das Management lediglich mit einem operativen Ergebnis (EBITDA) vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro. Der Mittelwert von 6,6 Milliarden Euro liegt klar unter den Analystenschätzungen von rund 7,0 Milliarden Euro.

Gegenwind aus den USA und Europa

Verantwortlich für die Zurückhaltung sind anhaltende Unsicherheiten und veränderte Handelspolitiken. Höhere US-Zölle lenken globale Warenströme um und erhöhen den Wettbewerbsdruck. Allein die aktuelle Schwäche des US-Dollars könnte das operative Ergebnis im ersten Quartal um bis zu 200 Millionen Euro schmälern. In Europa belasten eine schwache Nachfrage aus Sektoren wie Bau und Automobil sowie anhaltend hohe Energiekosten das Geschäft.

Als Reaktion treibt der Konzern die Bereinigung seines Portfolios voran. Nach dem Verkauf des Bereichs optische Aufheller an Catexel Ende Februar steht für das zweite Quartal die Veräußerung der Lacksparte auf dem Plan.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BASF?

Dividende bleibt unangetastet

Trotz des schwierigen Umfelds und eines schwachen Free Cashflows von 1,34 Milliarden Euro im Jahr 2025, der die Ausschüttung nicht vollständig deckte, hält das Unternehmen an seiner Aktionärspolitik fest. Die Dividende soll bei 2,25 Euro je Aktie stabil bleiben. Flankiert wird dies durch ein laufendes Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 1,5 Milliarden Euro, das bis Ende Juni abgeschlossen sein soll. Die Aktie ging am Freitag bei 48,12 Euro aus dem Handel und verzeichnet seit Jahresbeginn ein moderates Plus von gut sieben Prozent.

Wichtige Termine für Aktionäre im Frühjahr 2026:
* 30. April: Vorlage der Q1-Zahlen und Hauptversammlung in Mannheim
* 4. Mai: Ex-Dividenden-Tag
* 6. Mai: Auszahlung der Dividende

Die Vorlage der Quartalszahlen Ende April markiert den nächsten konkreten Prüfstein für den Chemiekonzern. Diese Daten werden belegen, ob sich die leichte operative Erholung aus dem Schlussquartal 2025 fortsetzt oder ob die geopolitischen Belastungsfaktoren und Währungseffekte die positiven Auswirkungen des strikten Sparprogramms vollständig neutralisieren.

Anzeige

BASF-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BASF-Analyse vom 14. März liefert die Antwort:

Die neusten BASF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BASF-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BASF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...