BASF Aktie: Kostenmanagement analysiert
Der weltgrößte Chemiekonzern liefert ein klares Bild seiner Lage: Auf der einen Seite ein entschlossenes Restrukturierungsprogramm, auf der anderen ein Ausblick, der hinter den Erwartungen zurückbleibt. Wie weit reicht das Sparprogramm, um die strukturellen Belastungen aufzufangen?
Aktienrückkauf und Dividende als Aktionärssignal
Allein in der ersten Märzwoche erwarb BASF über 3,5 Millionen eigene Aktien zurück. Das laufende Rückkaufprogramm umfasst bis zu 1,5 Milliarden Euro und soll planmäßig bis Ende Juni abgewickelt werden – eingebettet in ein auf dem Capital Markets Day 2024 angekündigtes Gesamtvolumen von vier Milliarden Euro bis 2028. Alle zurückgekauften Aktien werden eingezogen, das Grundkapital entsprechend reduziert.
Auch bei der Dividende hält der Konzern die Linie: 2,25 Euro je Aktie, Ex-Dividenden-Tag am 4. Mai 2026. Das ist ein klares Bekenntnis zur Ausschüttungspolitik – obwohl der Free Cashflow 2025 mit 1,34 Milliarden Euro die Dividende rechnerisch nicht vollständig abdeckte. Insgesamt peilt BASF zwischen 2025 und 2028 mindestens zwölf Milliarden Euro an Kapitalrückflüssen an.
Verhaltener Ausblick trifft auf ambitionierte Sparziele
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Beim Blick auf das laufende Jahr wird die Lage nüchterner. BASF erwartet für 2026 ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro – der Mittelwert von 6,6 Milliarden Euro liegt spürbar unter den Analystenerwartungen von rund 7,0 Milliarden Euro. Zusätzlich droht allein durch die Dollar-Schwäche eine Ergebnisbelastung von bis zu 200 Millionen Euro im ersten Quartal. CEO Markus Kamieth rechnet kurzfristig weder mit einer konjunkturellen Belebung noch mit einer geopolitischen Entspannung – eine spürbare Erholung erwartet er frühestens Ende 2026, realistischer erst 2027.
Das Restrukturierungsprogramm schreitet derweil messbar voran: Bis Ende 2025 wurden jährliche Kosteneinsparungen von 1,7 Milliarden Euro erreicht, das Ziel für Ende 2026 liegt bei 2,3 Milliarden Euro. Seit Ende 2023 wurden bereits 4.800 Stellen abgebaut, weitere Kürzungen in Verwaltung und IT folgen. Die Sachinvestitionen für 2026 bis 2029 werden um 20 Prozent auf 13 Milliarden Euro gesenkt. Parallel verkauft BASF Randaktivitäten: Das Geschäft mit optischen Aufhellern ist bereits veräußert, die Lacksparte soll im zweiten Quartal folgen.
Auf der Produktseite setzt BASF auf Nachhaltigkeit als Differenzierungsmerkmal. Die Intermediates-Sparte hat neue Varianten zentraler Chemikalien – darunter Butandiol und das Lösungsmittel NMP – mit einem um mindestens zehn Prozent reduzierten CO₂-Fußabdruck eingeführt, produziert am Standort Ludwigshafen.
Die Aktie notiert mit einem Abstand von rund 13 Prozent zu ihrem 52-Wochen-Hoch und steht damit sinnbildlich für die Lage des Unternehmens: solide Basis, aber kein klarer Aufwärtsimpuls in Sicht. Auf der Hauptversammlung am 30. April in Mannheim dürfte die Frage im Mittelpunkt stehen, ob der eingeschlagene Kurs schnell genug Früchte trägt.
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