BASF setzt gleich an mehreren Fronten an: Ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm, neue Materialien für die Elektromobilität, stärkere Nachhaltigkeitssignale und frische Produkte für die Kosmetikindustrie. Die Frage ist: Wie stimmig wirkt dieses Gesamtpaket vor den nächsten Quartalszahlen?

Heute notiert die Aktie mit 44,60 Euro nahezu auf Höhe des 50-Tage-Durchschnitts von 44,54 Euro. Der Titel liegt damit rund 17 % unter dem 52‑Wochen-Hoch, aber klar über dem Zwischentief des vergangenen Jahres – ein Bild moderater Konsolidierung.

Aktienrückkauf stützt Kapitalstrategie

BASF treibt sein laufendes Aktienrückkaufprogramm konsequent voran. Am 12. Januar veröffentlichte der Konzern den zehnten Zwischenbericht zum seit November 2025 laufenden Buyback und unterstreicht damit die Ausrichtung auf Kapitalrückführung an die Anteilseigner.

In der Woche vom 5. bis 9. Januar 2026 erwarb das Unternehmen insgesamt 768.391 eigene Aktien. Die Käufe erfolgten über Handelsplätze wie Xetra, Turquoise und CBOE Europe. Der volumengewichtete Durchschnittspreis lag in einer Spanne zwischen 43,77 und 44,54 Euro und damit nahe dem aktuellen Kursniveau.

Seit Start des Programms am 3. November 2025 summiert sich das Rückkaufvolumen inzwischen auf 9.418.780 Aktien. Durch die Verringerung der ausstehenden Stücke wird der Gewinn je Aktie tendenziell gestützt – ein klassisches Instrument, um die Kapitalstruktur gezielt zu steuern.

Wichtige Eckdaten des Rückkaufs:

  • 768.391 Aktien in der Woche vom 5.–9. Januar erworben
  • 9,42 Millionen Aktien seit Programmstart zurückgekauft
  • Durchschnittliche Kaufkurse zwischen 43,77 € und 44,54 €
  • Programm läuft seit dem 3. November 2025

Die Kursentwicklung zeigt sich dabei vergleichsweise ruhig: Auf Wochensicht liegt die Aktie leicht im Minus, während sie über zwölf Monate noch ein Plus von gut 6 % aufweist.

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Innovation für Elektromobilität

Parallel zum Kapitalmanagement setzt BASF inhaltliche Akzente im Automobilsektor. Ebenfalls am 12. Januar meldete der Konzern einen wichtigen Meilenstein bei Polyamid-Werkstoffen für die Elektromobilität.

Im Mittelpunkt steht der Hochleistungskunststoff Ultramid. Nach einer fünfjährigen Testreihe unter Hydrolyse-Bedingungen lässt sich für das Material eine Lebensdauer von über 100.000 Stunden extrapolieren. Das ist deutlich mehr als die in der Branche üblichen Anforderungen von etwa 45.000 bis 55.000 Betriebsstunden.

Die Ergebnisse zielen auf Anwendungen wie Pumpen und Ventile im Motorraum von Elektrofahrzeugen, die dauerhafter Belastung durch Wasser-Glykol-Gemische ausgesetzt sind. Für Hersteller von PKW und LKW eröffnet sich damit ein Werkstoff, der die erwarteten Einsatzzeiten klar übertrifft und die Position von BASF als Materiallieferant für E-Mobility-Komponenten stärkt.

Nachhaltigkeit und Kosmetik als zusätzliche Treiber

Auch auf der Nachhaltigkeitsseite setzt BASF Signale. Die Non-Profit-Organisation CDP verlieh dem Unternehmen den Leadership-Status in den Bereichen Waldschutz, Klimaschutz und nachhaltiges Wassermanagement. Damit zählt der Konzern in diesen Kategorien zu einer Gruppe global führend bewerteter Unternehmen.

Im Kosmetiksegment nutzt BASF aktuell die Fachmesse Cosmet’Agora in Paris (13.–14. Januar) als Bühne für neue Produkte. Im Fokus stehen zwei Innovationen:

  • Aloversil: ein Peptid, das für volleres Haar entwickelt wurde
  • Dehyquart S18: ein biologisch abbaubarer Conditioner mit einem Anteil von 78 % erneuerbarem Kohlenstoff

Damit positioniert sich die Personal-Care-Sparte klar im Bereich nachhaltiger Kosmetik-Inhaltsstoffe – ein Markt, der stark von regulatorischen Anforderungen und dem wachsenden Bedürfnis nach „grüneren“ Produkten geprägt ist.

Ausblick: Quartalszahlen als nächster Prüfstein

Die verschiedenen Maßnahmen – vom Aktienrückkauf über neue Materialien für Elektrofahrzeuge bis hin zu Nachhaltigkeitsauszeichnungen und Kosmetikinnovationen – bilden derzeit den fundamentalen Rahmen für die Aktie. Kurzfristig bleibt das Papier mit 44,60 Euro nahe an seinen gleitenden Durchschnitten (50, 100 und 200 Tage), was auf eine eher abwartende Marktphase hindeutet.

Der nächste konkrete Katalysator ist datiert: Am 27. Februar 2026 legt BASF die Geschäftszahlen vor. Dann wird sich zeigen, wie sich das laufende Buyback, die Fortschritte im Automotive-Bereich und der Fokus auf nachhaltige Spezialchemie in den harten Finanzkennzahlen widerspiegeln und ob der Titel neuen Auftrieb erhalten kann.

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