BASF drückt gleichzeitig auf die Kostenbremse und das Gaspedal beim Aktienrückkauf – und dämpft dabei die Erwartungen für 2026 spürbar. Was steckt hinter dieser widersprüchlich wirkenden Strategie?

Der Chemiekonzern hat seine EBITDA-Prognose für das laufende Jahr auf 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro festgesetzt. Der Mittelwert von 6,6 Milliarden Euro liegt damit unter den Analystenerwartungen von rund 7,0 Milliarden Euro. Zusätzlichen Gegenwind liefert der schwache US-Dollar: Allein im ersten Quartal könnte der Währungseffekt das operative Ergebnis um bis zu 200 Millionen Euro belasten.

Sparen und gleichzeitig ausschütten

Der Umbau hat messbare Fortschritte gemacht. Bis Ende 2025 erzielte BASF jährliche Kosteneinsparungen von 1,7 Milliarden Euro – bis Ende 2026 soll dieser Wert auf 2,3 Milliarden Euro steigen. Seit Ende 2023 wurden bereits 4.800 Stellen abgebaut, weitere Kürzungen in Verwaltung und IT sind geplant. Bestimmte Funktionen verlagert der Konzern kosteneffizient nach Indien und Malaysia. Die Sachinvestitionen für 2026 bis 2029 sinken um 20 Prozent auf 13 Milliarden Euro.

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Parallel läuft der Portfolioumbau: Das Geschäft mit optischen Aufhellern ist bereits verkauft, die Lacksparte soll im zweiten Quartal folgen. Allein in der Woche vom 2. bis 6. März erwarb BASF im Rahmen seines seit November 2025 laufenden Rückkaufprogramms rund 3,6 Millionen eigene Aktien.

Die Dividende bleibt stabil bei 2,25 Euro je Aktie – Ex-Dividenden-Tag ist der 4. Mai 2026. Problematisch dabei: Der Free Cashflow 2025 von 1,34 Milliarden Euro reichte nicht aus, um die Ausschüttung vollständig zu decken. Für 2026 plant das Management mit 1,5 bis 2,3 Milliarden Euro – eine Verbesserung, die das Management für erreichbar hält, die aber wenig Spielraum lässt.

Strukturelle Belastungen bleiben

Das makroökonomische Umfeld bietet wenig Rückenwind. Höhere US-Zölle verschieben globale Güterströme und erhöhen den Wettbewerbsdruck. In der EU erwartet BASF einen weiteren Rückgang der Chemieproduktion aufgrund schwacher Nachfrage und hohem Importdruck. In China hingegen rechnet der Konzern mit weiterhin solidem Wachstum, gestützt durch die Exportnachfrage chinesischer Kundenindustrien.

Die Aktie notiert aktuell bei 46,75 Euro – rund zwölf Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom März 2025 und auf Jahressicht gut neun Prozent im Minus. Die finanzielle Stabilität 2026 hängt maßgeblich davon ab, dass BASF das Einsparziel von 2,3 Milliarden Euro strikt umsetzt und der Free Cashflow den anvisierten Korridor tatsächlich erreicht. Vorstandschef Markus Kamieth rechnet weder mit einer konjunkturellen Belebung noch mit einer Entspannung geopolitischer Spannungen – der Konzern steuert also auf Sicht.

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