BASF Aktie: Goldman warnt
Goldman Sachs schickt widersprüchliche Signale an den Markt. Die US-Investmentbank hebt das Kursziel für BASF leicht an – kürzt aber gleichzeitig ihre Gewinnerwartung für das Schlussquartal 2025 drastisch. Die Reaktion der Anleger fällt eindeutig aus: Der DAX-Konzern zählt heute zu den schwächeren Werten im Leitindex.
Gewinnprognose um ein Fünftel gesenkt
Die Analysten strichen ihre Erwartung für das bereinigte EBITDA im vierten Quartal um 19 Prozent zusammen – auf nur noch 1,19 Milliarden Euro. Dieser Wert liegt rund 10 Prozent unter dem aktuellen Marktkonsens. Auch für 2026 und 2027 wurde nachgebessert, allerdings nach unten.
Das operative Umfeld im Jahresendgeschäft gestaltet sich offenbar schwieriger als erhofft. Die leichte Anhebung des Kursziels von 46 auf 48 Euro wirkt vor diesem Hintergrund wie ein schwacher Trost. Der Markt honoriert das nicht – die Diskrepanz zwischen langfristiger Hoffnung und kurzfristigen Ertragsrisiken verunsichert.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- Goldman Sachs kürzt Q4-EBITDA-Prognose um 19 % auf 1,19 Mrd. Euro
- Schätzung liegt 10 % unter Marktkonsens
- Kursziel minimal angehoben: 48 Euro (vorher 46 Euro)
- Verkauf der Sparte für optische Aufheller an Catexel angekündigt
- Standortvereinbarung Ludwigshafen: Keine betriebsbedingten Kündigungen bis Ende 2028
Portfoliobereinigung läuft weiter
Parallel arbeitet der Konzern am strategischen Umbau. Das Geschäft mit optischen Aufhellern – verwendet in Waschmitteln – geht an das Unternehmen Catexel. Inklusive des Produktionsstandorts in Monthey, Schweiz. Der Abschluss ist für das erste Quartal 2026 geplant, finanzielle Details bleiben unter Verschluss.
Diese Transaktionen sind Teil der Strategie, Randbereiche abzustoßen und sich auf wachstumsstarke Kerngeschäfte zu konzentrieren. Langfristig macht das Sinn – kurzfristig dominieren jedoch die operativen Sorgen.
Ludwigshafen: Sicherheit gegen Investitionslast
Am Stammwerk in Ludwigshafen herrscht Planungssicherheit. Die neue Standortvereinbarung schließt betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2028 aus. Im Gegenzug verpflichtet sich BASF, jährlich etwa 2 Milliarden Euro in Modernisierung und Instandhaltung zu stecken.
Stabilität für die Belegschaft, Belastung für den Free Cashflow. Die hohen Fixkosten am deutschen Standort bleiben ein kritischer Faktor für die Profitabilität – gerade in einem schwierigen Marktumfeld.
Bodenbildung noch nicht in Sicht
Der Konzern kämpft mit einem schwachen operativen Momentum. Die strategischen Weichenstellungen – vom Verkauf kleinerer Sparten bis zur geplanten Börseneinführung des Agrargeschäfts bis 2027 – wirken erst mittelfristig. Aktuell überwiegt die Angst vor enttäuschenden Quartalszahlen. Solange BASF keine operative Trendwende liefert, dürfte das Aufwärtspotenzial begrenzt bleiben. Die Aktie notiert bei 44 Euro und bewegt sich weiter in Reichweite ihres 52-Wochen-Tiefs von knapp unter 40 Euro.
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