Der Chemiekonzern BASF sendet zum Start in den Februar ein wichtiges Signal der operativen Stabilisierung. Nach monatelangen Einschränkungen konnte das Unternehmen am Donnerstag einen kritischen Engpass in der Produktion beheben. Doch während die Bänder wieder laufen, lasten die enttäuschenden Finanzdaten des abgelaufenen Jahres weiterhin schwer auf der Stimmung der Anleger.

Die wichtigsten Fakten:

  • Entspannung: „Force Majeure“ für Polyamid-Vorprodukte aufgehoben (29.01.2026).
  • Finanzlage: Vorläufiges EBITDA 2025 mit 6,6 Mrd. Euro unter Prognose.
  • Kursniveau: Aktie notiert bei 45,96 Euro (Schlusskurs Freitag).
  • Nächster Termin: Detaillierter Geschäftsbericht am 27. Februar 2026.

Lieferketten atmen auf

Für Kunden aus der Automobil- und Textilindustrie ist es die Nachricht der Woche: BASF hat die sogenannte „Force Majeure“ (höhere Gewalt) für wichtige Kunststoff-Vorprodukte an den Standorten Ludwigshafen und Antwerpen aufgehoben. Seit Oktober 2025 hatten strukturelle Anlagenschäden die Produktion von Polyamid 6 und Polyamid 6.6 stark eingeschränkt.

Die Normalisierung kommt zu einem strategisch günstigen Zeitpunkt. Der Markt für Polymere ist derzeit durch Produktionsprobleme bei Wettbewerbern und wetterbedingte Ausfälle in den USA geprägt. Dass BASF nun wieder regulär liefern kann, stärkt die Position des Konzerns in einem angespannten Angebotsumfeld.

Finanzielle Altlasten drücken

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Trotz der operativen Fortschritte bleibt die Skepsis am Markt bestehen. Ursache hierfür sind die am 22. Januar veröffentlichten vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025. Mit einem operativen Ergebnis (EBITDA vor Sondereinflüssen) von rund 6,6 Milliarden Euro verfehlte der Chemieriese seine eigene Prognosespanne deutlich.

Das Management begründete das Verfehlen der Ziele mit sinkenden Umsätzen und anhaltendem Margendruck. Diese fundamentale Schwäche spiegelt sich auch im Kursbild wider: Mit einem aktuellen Preis von 45,96 Euro notiert das Papier knapp 15 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 53,98 Euro, das im März des Vorjahres markiert wurde.

Strategie und Ausblick

Neben der Bewältigung des Tagesgeschäfts treibt der Vorstand die strukturelle Neuaufstellung voran. Dazu gehört der bestätigte Aufbau eines neuen „Digital Hub“ im indischen Hyderabad, der die Effizienz im globalen Verbund steigern soll. Kleinere Rückschläge wie ein Arbeitsunfall am Stammsitz in der vergangenen Woche, bei dem zwei Mitarbeiter verletzt wurden, trübten die Nachrichtenlage kurzzeitig, hatten aber keine materiellen Auswirkungen auf den Aktienkurs.

Investoren warten nun auf den 27. Februar 2026. An diesem Datum wird BASF den vollständigen Geschäftsbericht vorlegen. Erst dann wird sich zeigen, ob das Management einen konkreten Plan hat, um trotz des Margendrucks im laufenden Jahr wieder auf den Wachstumspfad zurückzukehren.

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