Der Essener Energiekonzern RWE schraubt seine Ausschüttungspolitik nach oben und verknüpft diese mit einer massiven Investitionsoffensive in den USA. Obwohl der Gewinn im vergangenen Jahr zurückging, übertraf das operative Ergebnis die Markterwartungen. Diese strategische Neuausrichtung honorieren Anleger mit deutlichen Kursgewinnen.

Stabile Zahlen stützen höhere Ausschüttung

Für das abgelaufene Geschäftsjahr präsentierte RWE ein bereinigtes EBITDA von 5,1 Milliarden Euro und landete damit am oberen Ende der eigenen Prognose. Zwar sank der bereinigte Gewinn je Aktie von 3,12 auf 2,48 Euro, der Rückgang fiel jedoch geringer aus als von Analysten befürchtet. Aktionäre profitieren direkt von dieser Entwicklung: Die Dividende für 2025 steigt auf 1,20 Euro. Noch relevanter für den Markt ist die angepasste Ausschüttungspolitik. Das Management plant nun jährliche Steigerungen von zehn Prozent, was für 2026 bereits 1,32 Euro je Anteilsschein bedeutet.

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US-Markt als zentraler Wachstumstreiber

Flankiert wird das Dividendenwachstum durch ein fokussiertes Investitionsprogramm. Fast die Hälfte der geplanten Mittel fließt mit 17 Milliarden Euro in die Vereinigten Staaten. Dort will der Konzern seine installierte Leistung von 13 auf 22 Gigawatt ausbauen, um den rasant steigenden Strombedarf zu decken. Ein Blick auf die Sparten verdeutlicht die aktuelle Ertragsdynamik: Während das Offshore-Wind-Segment aufgrund schwächerer Windverhältnisse einen leichten Ergebnisrückgang auf 1,49 Milliarden Euro verzeichnete, legte der Bereich Onshore-Wind und Solar dank neuer Anlagen und höherer erzielter Preise deutlich auf 1,74 Milliarden Euro zu.

Analysten sehen weiteres Potenzial

An der Börse kommt der Mix aus verlässlicher Dividende und US-Expansion gut an. Die Aktie notiert aktuell bei 57,46 Euro und hat damit seit Jahresbeginn bereits 22,65 Prozent zugelegt. Das Papier bewegt sich nur noch knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 58,52 Euro. Führende Investmentbanken untermauern diesen Trend mit konkreten Einschätzungen:

  • Goldman Sachs: Kursziel von 60 auf 63 Euro angehoben (Kaufempfehlung)
  • Barclays: Kursziel von 60 Euro bestätigt ("Overweight")
  • JPMorgan: Prognose für 2031 als glaubwürdig eingestuft mit Aufwärtspotenzial

Die formelle Bestätigung der neuen Ausschüttungspolitik steht am 30. April 2026 auf der Hauptversammlung in Essen an. Bis in den Juni hinein stützt zudem ein laufendes Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 1,5 Milliarden Euro die weitere Kursentwicklung.

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