Tilray Brands treibt die Diversifizierung des eigenen Geschäftsmodells voran und sichert sich eine exklusive Partnerschaft mit der dänischen Carlsberg Group. Ab 2027 übernimmt das Unternehmen die Produktion und den Vertrieb namhafter Biermarken für den US-Markt. Doch kann dieser langfristige Strategiewechsel die aktuelle Skepsis der Anleger nachhaltig zerstreuen?

Details der Lizenzvereinbarung

Die Partnerschaft macht Tilray ab dem 1. Januar 2027 zum exklusiven US-Hersteller für Kernmarken der Carlsberg-Gruppe. Die Vereinbarung umfasst neben der Hauptmarke Carlsberg auch Carlsberg Elephant sowie die französischen Premium-Biere 1664 und Kronenbourg 1664 Blanc. Der Vertrag ist zunächst auf fünf Jahre ausgelegt, enthält jedoch eine Klausel zur automatischen Verlängerung um weitere fünf Jahre, sofern Tilray definierte Leistungsziele erreicht.

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Das Unternehmen nutzt für diesen Expansionsschritt seine bestehende Infrastruktur. Tilray rangiert derzeit als viertgrößte Craft-Beer-Brauerei in den Vereinigten Staaten und will durch die Kooperation die Präsenz der dänischen Marken im amerikanischen Handel deutlich ausbauen.

Finanzielle Lage und Marktreaktion

Trotz der strategisch bedeutsamen Nachricht reagierte der Markt gestern verhalten. Die Aktie gab am Freitag um etwa 1,8 Prozent nach und schloss bei 7,75 US-Dollar. Investoren wägen das zukünftige Umsatzpotenzial derzeit gegen die aktuelle operative Entwicklung ab. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026, das im November endete, erzielte Tilray einen Rekordumsatz von 217,5 Millionen US-Dollar, was einem Zuwachs von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Hinsichtlich der Profitabilität verzeichnete das Unternehmen einen bereinigten Verlust je Aktie von 0,02 US-Dollar und traf damit die Erwartungen der Analysten. Der konsolidierte Nettoverlust reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich von 85,3 Millionen auf 43,5 Millionen US-Dollar.

Da die Kooperation mit Carlsberg erst in knapp einem Jahr startet, bleibt ein unmittelbarer finanzieller Effekt in den kommenden Quartalsberichten aus. Für den Markt steht daher vorerst die konsequente Umsetzung der Kosteneinsparungen im operativen Tagesgeschäft im Fokus, bevor der Carlsberg-Deal ab 2027 als neuer Wachstumstreiber greifen kann.

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