Barrick hat im vierten Quartal 2025 das stärkste Ergebnis der Unternehmensgeschichte abgeliefert. Das Management reagiert mit einer kräftigen Dividendenerhöhung und legt zugleich den nächsten strategischen Schritt nach: Der Börsengang der nordamerikanischen Gold-Assets soll bis Ende 2026 kommen. Was steckt hinter dem Kurs der höheren Ausschüttungen – und wie passt die geplante IPO-Struktur dazu?

  • Umsatz Q4 2025: 6,00 Mrd. US-Dollar (+65% zum Vorjahr)
  • Operativer Cashflow: 2,73 Mrd. US-Dollar (+13% zum Vorquartal)
  • Free Cashflow: 1,62 Mrd. US-Dollar (+9% zum Vorquartal)
  • Gewinn je Aktie (verwässert): 1,43 US-Dollar (höchster Quartalswert)
  • Bereinigter Gewinn je Aktie: 1,04 US-Dollar (laut Reuters über der Wall-Street-Erwartung von 0,90 US-Dollar)

Rekordzahlen und Produktion

Die Zahlen veröffentlichte Barrick am Donnerstag. Neben dem deutlichen Umsatzsprung legten auch die Cashflows zu. Das signalisiert, dass der Konzern im Quartal nicht nur mehr verdient hat, sondern auch mehr Mittel tatsächlich im Geschäft erwirtschaftete.

Operativ stützte eine höhere Goldproduktion: Im vierten Quartal kamen 871.000 Unzen zusammen, 5% mehr als im dritten Quartal. Die Kupferproduktion lag bei 62.000 Tonnen. Auf Jahressicht erreichte Barrick 3,26 Mio. Unzen Gold und 220.000 Tonnen Kupfer – und traf damit die zu Jahresbeginn ausgegebene Prognose.

Hervorgehoben wurden starke Beiträge aus Nevada: Bei Carlin stieg die Produktion zum Vorquartal um 25%. Pueblo Viejo erreichte zudem erneut einen Rekord beim Durchsatz.

Dividende rauf, Rückkäufe bleiben ein Thema

Für das vierte Quartal setzt Barrick die Quartalsdividende auf 0,42 US-Dollar je Aktie fest – das entspricht einem Plus von 140% gegenüber dem dritten Quartal. Ausgezahlt wird am 16. März 2026 an Aktionäre, die am 27. Februar 2026 eingetragen sind.

Gleichzeitig führt Barrick eine neue Ausschüttungssystematik ein: Künftig soll die Gesamtzahlung 50% des zurechenbaren Free Cashflows erreichen. Bestandteil davon ist eine Anhebung der Basisdividende um 40% auf 0,175 US-Dollar je Aktie pro Quartal sowie ein leistungsabhängiger Aufschlag zum Jahresende.

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Auch Aktienrückkäufe liefen 2025 weiter: Insgesamt kaufte Barrick 51,90 Mio. Aktien (rund 3,0% der ausstehenden Aktien) für 1,5 Mrd. US-Dollar zurück. Allein im vierten Quartal waren es 500 Mio. US-Dollar bzw. 12,11 Mio. Aktien.

IPO der Nordamerika-Assets bis Ende 2026

Der Verwaltungsrat hat das Management beauftragt, die Vorbereitungen für einen Börsengang der nordamerikanischen Gold-Assets voranzutreiben. Der Abschluss wird bis Ende 2026 erwartet.

In die neue Einheit sollen laut Mitteilung fallen:
- die Joint-Venture-Anteile an Nevada Gold Mines
- Pueblo Viejo (Dominikanische Republik)
- die vollständig gehaltene Fourmile-Goldentdeckung in Nevada

Barrick will nach dem Listing eine signifikante Mehrheitsbeteiligung behalten. Laut Reuters rechnen Analysten mit einer Bewertung der Nordamerika-Assets von rund 42 Mrd. US-Dollar. CEO Mark Hill sagte in der Telefonkonferenz nach den Zahlen, dass 10–15% der Nordamerika-Assets im IPO platziert werden sollen.

Zum Ausblick nannte Barrick für 2026 eine Goldproduktion von 2,90–3,25 Mio. Unzen und ein Gold-AISC von 1.760–1.950 US-Dollar je Unze (Total Cash Costs: 1.330–1.470 US-Dollar je Unze). Bei Kupfer erwartet das Unternehmen 190.000–220.000 Tonnen (Kupfer-AISC: 3,45–3,75 US-Dollar je Pfund) – kalkuliert auf Basis eines angenommenen Goldpreises von 4.500 US-Dollar je Unze.

Im Management ist zudem eine Personalie fix: Barrick bestätigte Mark Hill als President und CEO. Er war seit September 2025 bereits interimistisch im Amt, nachdem Mark Bristow zurückgetreten war.

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