Baidu nähert sich den kommenden Quartalszahlen am 26. Februar mit strategischem Rückenwind. Drei konkrete Faktoren dürften in den nächsten Wochen bestimmen, ob der chinesische Konzern an der Börse eine Neubewertung erfährt. Im Zentrum stehen dabei ein möglicher Börsengang der Chip-Sparte sowie die internationale Expansion im Bereich des autonomen Fahrens.

Börsengang der Chip-Sparte

Die wichtigste strategische Entwicklung für Investoren ist der Fortschritt bei der KI-Chip-Tochter Kunlunxin. Nachdem bereits im Januar Berichte über einen vertraulichen IPO-Antrag an der Börse in Hongkong auftauchten, antizipiert der Markt nun eine Hebung stiller Reserven.

  • Bewertung: Frühere Finanzierungsrunden taxierten die Einheit auf rund 21 Milliarden RMB (ca. 3 Milliarden US-Dollar).
  • Strategischer Effekt: Eine erfolgreiche Ausgliederung würde frisches Kapital generieren und eine eigenständige Marktbewertung für Baidus Hardware-Geschäft ermöglichen, das direkt im Bereich der KI-Infrastruktur konkurriert.

Expansion der Robotaxis

Operative Updates der Robotaxi-Sparte Apollo Go stehen ebenfalls weit oben auf der Agenda. Im vergangenen Monat sicherte sich die Einheit eine Genehmigung für fahrerlose Tests in Dubai – der erste bedeutende regulatorische Erfolg außerhalb Chinas.

  • Dubai-Meilenstein: Die Erlaubnis umfasst Tests ohne Sicherheitsfahrer im Fahrzeug.
  • Kommerzialisierung: Investoren achten nun auf den Zeitplan für den kommerziellen Fahrbetrieb in den Vereinigten Arabischen Emiraten, der für das erste Quartal 2026 angestrebt wird.

Dieser Schritt gilt als entscheidender Beleg dafür, dass die Technologie auch international skalierbar ist.

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Erwartungen an das vierte Quartal

Der Finanzbericht am 26. Februar wird zum unmittelbaren Belastungstest für den Kurs. Analysten fokussieren sich dabei vor allem auf das Wachstum der Werbealternativen. Da das klassische Marketinggeschäft zunehmend stagniert, muss das Segment „AI Cloud“ beweisen, dass es die Rolle des Wachstumstreibers übernehmen kann.

Gleichzeitig stellt sich die Frage: Belasten die hohen Forschungsausgaben für das „Ernie Bot“-Ökosystem die Margen dauerhaft oder zeichnen sich bereits Effizienzgewinne ab? Institutionelle Investoren stützen sich derzeit verstärkt auf eine Einzelwert-Betrachtung der Geschäftsbereiche. Während das Kerngeschäft stabile Cashflows liefert, konzentriert sich die Bewertung des Gesamtkonzerns zunehmend auf das Potenzial der KI- und Robotaxi-Assets.

Am 26. Februar wird das Management im Rahmen der Bilanzvorlage neue Details zum Kunlunxin-Listing und zum Rollout von Apollo Go liefern. Diese Faktoren werden im ersten Halbjahr 2026 maßgeblich darüber entscheiden, ob die Aktie ihre aktuelle Bewertungslücke schließen kann.

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