Während das traditionelle Werbegeschäft des chinesischen Tech-Riesen Baidu unter Druck gerät, setzt das Unternehmen alles auf eine Karte: Künstliche Intelligenz. Mit einer neuen KI-Computing-Plattform auf Basis eigener Chips und der Ankündigung, zehn Millionen KI-Talente auszubilden, zeigt Baidu eindrucksvoll, wohin die Reise gehen soll. Doch können diese ambitionierten Pläne die schwächelnden Kerneinnahmen ausgleichen?

KI-Offensive als Rettungsanker

Baidus strategischer Fokus auf KI-Technologie kommt nicht von ungefähr. Im zweiten Quartal 2025 musste der Konzern einen deutlichen Rückgang der Gesamteinnahmen um 4 Prozent verkraften, wobei das Online-Marketing-Geschäft sogar um 15 Prozent einbrach. Grund dafür sind makroökonomische Schwächen und der harte Wettbewerb durch Social-Video-Plattformen.

Doch genau hier zeigt Baidus KI-Cloud-Segment seine Stärke: Mit einem Wachstum von 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal und erstmals über zehn Milliarden Renminbi nicht aus Online-Marketing stammenden Einnahmen wird deutlich, dass die KI-Investitionen Früchte tragen. Die neue auf chinesischen Chips basierende Computing-Plattform unterstreicht zudem den Weg in die technologische Unabhängigkeit - eine strategische Notwendigkeit im aktuellen geopolitischen Klima.

Autonomes Fahren gewinnt an Fahrt

Neben der Cloud zeigt besonders der autonome Fahrbereich Apollo Go beeindruckende Wachstumszahlen. Mit über 2,2 Millionen fahrerlosen Fahrten im zweiten Quartal - ein Plus von 148 Prozent gegenüber dem Vorjahr - expandiert Baidu nun auch international. Die jüngsten Partnerschaften mit Uber und Lyft zielen darauf ab, tausende autonome Fahrzeuge in Europa, Asien und dem Nahen Osten einzusetzen.

Analysten bleiben skeptisch

Trotz der ambitionierten Pläne bleibt die Stimmung unter Analysten gespalten. Während Citigroup sein Kursziel anhob, senkten Jefferies Financial Group und Barclays ihre Erwartungen. Benchmark reduzierte das Ziel von 120 auf 115 Dollar, und Zacks Equity Research behält sogar eine "Strong Sell"-Einstufung bei. Als Begründung werden ein erwarteter Gewinnrückgang von 29,5 Prozent im laufenden Quartal und 17,8 Prozent im Gesamtjahr genannt.

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Immerhin zeigt sich mit Price T Rowe Associates Inc. MD zumindest ein institutioneller Investor optimistisch und erhöhte seine Baidu-Position um 2,6 Prozent auf über eine Million Aktien im Wert von etwa 95 Millionen Dollar.

Kann Baidus massive KI-Offensive die enttäuschenden Werbeeinnahmen ausgleichen und die skeptischen Analysten überzeugen? Die Antwort darauf wird nicht zuletzt vom anstehenden Baidu Cloud Intelligence Conference abhängen, wo weitere Details zur KI-Strategie erwartet werden.

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