Die Aktie von AVZ Minerals steht weiterhin unter massivem Druck. Ein neuer Bericht der NGO Resource Matters wirft der Demokratischen Republik Kongo (DRK) erhebliche Mängel im Lithium-Genehmigungsverfahren vor und nennt das Manono-Projekt als Beispiel für intransparente Vergaben. Dies verstärkt die regulatorische Unsicherheit, die das Unternehmen seit Jahren belastet. Die Aktie ist weiterhin vom Handel an der ASX ausgesetzt, das Kapital der Aktionäre ist eingefroren.

ASIC-Verfahren belastet

Die rechtlichen Probleme in der Heimat Australien verschärfen sich. Die Aufsichtsbehörde ASIC hat im November 2025 Klage gegen das Unternehmen und zwei Direktoren vor dem Bundesgericht eingereicht. Die Vorwürfe sind gravierend: ASIC wirft AVZ Minerals mehrere Verstöße gegen die kontinuierliche Offenlegungspflicht zwischen Mitte 2021 und Mai 2022 vor. Zudem soll das Unternehmen über den Status seiner Anteile am Manono-Projekt irregeführt haben. Gegen die Direktoren Nigel Ferguson und Graeme Johnston wird ermittelt, weil sie einen eskalierenden Rechtsstreit im Kongo nicht offengelegt haben sollen. Das Verfahren stellt eine erhebliche Belastung für mögliche Wiederzulassungsbemühungen dar.

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Zijin Mining drängt voran

Während AVZ in Schiedsverfahren verwickelt ist, schreitet die Konkurrenz voran. Der chinesische Konzern Zijin Mining treibt die Entwicklung auf dem Grubengelände voran und plant den Beginn der Lithiumproduktion für das erste Quartal 2026. Die Entscheidung der kongolesischen Regierung von 2023, die ursprüngliche Lizenz zu widerrufen und aufzuteilen, hat Zijin diesen Vorsprung ermöglicht. Obwohl ein ICC-Schiedsgericht im März 2025 entschied, dass die staatliche Cominière 39,1 Millionen Euro Schadensersatz für den Bruch des Joint-Venture-Abkommens zahlen muss, hat AVZ nach wie vor keinen Zugang zum Projektgebiet. Der Fokus liegt nun auf einer möglichen Einigung, die vom Vermittler KoBold Metals vorangetrieben wird.

Juristische Siege ohne praktische Wirkung

AVZ konnte in internationalen Schiedsverfahren zwar einige Erfolge erringen. Im Juli 2025 bestätigte ein ICC-Schiedsgericht den rechtmäßigen Erwerb einer 10%-Beteiligung an Dathcom Mining von Dathomir Mining Resources. Dies bekräftigt theoretisch den Anspruch des Unternehmens auf eine 70%-Mehrheitsbeteiligung am Projekt. Das Gericht urteilte, dass der Aktientransfer abgeschlossen ist und die Tochtergesellschaft von AVZ seit August 2021 rechtmäßige Eigentümerin ist. Die Gegenpartei muss zudem etwa 1,8 Millionen AUD an Kosten erstatten.

Doch diese Urteile haben bisher nicht dazu geführt, dass das kongolesische Bergbauministerium die Bergbaulizenz wiederherstellt. Die Kombination aus Handelsausschluss, ASIC-Klage und der faktischen Übernahme des Projektgebiets durch Wettbewerber hält den Wert der AVZ Minerals-Aktie in einer Sackgasse gefangen. Die nächste potenzielle Wendemarke ist der angestrebte Produktionsstart von Zijin Mining im kommenden Quartal, der den Druck auf eine Lösung weiter erhöhen dürfte.

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