Aurubis Aktie: Erstaunliche Fortschritte!
Prognose kräftig angehoben, Dividende erhöht — und trotzdem verliert die Aurubis-Aktie seit Ende Februar rund 14 Prozent. Der Hamburger Kupferkonzern liefert operativ, doch der Markt schaut gerade woanders hin.
Das Unternehmen hat seine Gewinnprognose für 2025/26 deutlich nach oben korrigiert: Das operative Ergebnis vor Steuern soll nun zwischen 375 und 475 Millionen Euro liegen, nach bisher 300 bis 400 Millionen Euro. Als Treiber nennt das Management robuste Kupfernachfrage und günstige Metallpreise. Auf der Hauptversammlung stimmten die Aktionäre zudem einer Dividendenerhöhung auf 1,60 Euro je Aktie zu — rund sieben Prozent mehr als im Vorjahr.
Kupfermarkt zwischen Euphorie und Zolldruck
Der Kupferpreis selbst entwickelt sich zweigeteilt. JP Morgan erwartet für das zweite Quartal 2026 Preise von 12.500 US-Dollar je Tonne, Goldman Sachs hingegen prognostiziert für das Gesamtjahr einen Durchschnitt von rund 10.710 US-Dollar — eine erhebliche Spanne, die die Unsicherheit im Markt widerspiegelt.
Ein wesentlicher Faktor: Aus Sorge vor US-Importzöllen unter der Trump-Regierung flossen zuletzt erhebliche Kupfermengen in die USA, was den Spread zwischen LME- und CME-Preisen verzerrte. Aurubis selbst ist von direkten Zollrisiken kaum betroffen — der Exportanteil in die USA liegt bei nur rund einem Prozent. Die 800-Millionen-Dollar-Recyclinganlage im US-Bundesstaat Georgia könnte sich sogar als strategischer Vorteil erweisen: Die Trump-Regierung will heimische Produktion kritischer Rohstoffe wie Kupfer, Nickel und Zinn gezielt fördern.
Neue Kapazitäten als nächster Kurstreiber
Aurubis baut seine Produktionsbasis weiter aus. Das Complex Recycling Hamburg soll im ersten Halbjahr 2026 in Betrieb gehen und die jährliche Kapazität um 30.000 Tonnen Recyclingmaterial erhöhen. In Bulgarien steigert eine Investition von 120 Millionen Euro die Raffinadekupferkapazität auf 340.000 Tonnen — ein Plus von rund 50 Prozent. Teilfinanziert wird das Vorhaben über ein EIB-Darlehen von 200 Millionen Euro.
Charttechnisch notiert die Aktie bei 149,20 Euro deutlich unterhalb des 50-Tage-Durchschnitts von 162 Euro und hat seit dem 52-Wochen-Hoch bei 172,90 Euro rund 14 Prozent verloren. Der RSI von 31 deutet auf überverkauftes Terrain hin. Sobald die neuen Kapazitäten anlaufen und die Prognoseanhebung im Zahlenwerk sichtbar wird, dürfte der Abstand zwischen operativer Stärke und Börsenbewertung schwerer zu ignorieren sein.
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