FTSE 100: Öl rettet Handelstag
Schwache Konjunkturdaten und die Eskalation im Nahen Osten setzten den Londoner Aktienmarkt am Dienstag massiv unter Druck. Erst eine späte Erholung im Energiesektor verhalf dem FTSE 100 Total Return Index zu einem hauchdünnen Plus von 0,05 Prozent auf 11.457,46 Punkte. Während die Industrie mit Rezessionssorgen kämpft, wirkte der steigende Ölpreis als entscheidender Stabilisator.
Der Handelstag begann mit einer herben Enttäuschung für die Anleger. Die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe fielen im März auf ein Sechsmonatstief von 51 Punkten. Damit verfehlten sie die Erwartungen der Experten deutlich. In der Folge rutschte der Index am Vormittag zeitweise auf ein Dreimonatstief ab. Britische Fabriken leiden derzeit unter dem stärksten Kostendruck seit 1992, was die Sorge vor einer anhaltenden Inflation befeuert.
Energie-Riesen stützen den Markt
Die Wende kam mit dem Rohölpreis. Brent-Öl kletterte in Richtung der Marke von 102 US-Dollar pro Barrel, getrieben durch Berichte über eine mögliche Ausweitung der Konflikte im Iran. Davon profitierten Schwergewichte wie Shell und BP, die beide um mehr als ein Prozent zulegten. Auch defensive Sektoren wie das Gesundheitswesen wirkten als Puffer gegen den konjunkturellen Gegenwind.
Besondere Aufmerksamkeit zog Smith & Nephew auf sich. Die Aktie stieg um zwei Prozent, nachdem bekannt wurde, dass der Investor Cevian Capital seinen Anteil auf zehn Prozent aufgestockt hat. An der Spitze der Gewinnerliste stand zudem die Autotrader Group mit einem Plus von 2,5 Prozent.
Druck auf dem Immobiliensektor
Weniger glücklich verlief der Tag für Bergbauwerte und Hausbauer. Antofagasta verlor 2,28 Prozent und gab damit die Gewinne vom Montag wieder ab. Im Immobiliensektor sorgte eine Prognosesenkung von Bellway für schlechte Stimmung. Das Unternehmen warnte vor sinkenden Gewinnmargen, was Konkurrenten wie Persimmon und Taylor Wimpey mit nach unten riss.
Die makroökonomische Lage bleibt angespannt. Das britische Pfund verlor gegenüber dem US-Dollar an Boden, während die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen auf 4.92 Prozent verharrten. Marktteilnehmer rechnen damit, dass die Bank of England aufgrund der Inflationsprognosen von 3,5 Prozent die Zinsen in diesem Jahr noch zweimal anheben muss.
Technischer Ausblick
Technisch gesehen hat der Index bei 9.865 Punkten (Preis-Index) eine wichtige Unterstützung verteidigt, die bereits in den letzten vier Handelstagen als Boden diente. Für eine nachhaltige Erholung muss der Total Return Index jedoch den Widerstand bei 11.650 Punkten überwinden, an dem er bereits in der Vorwoche scheiterte. Sollte der Ölpreis weiter über 105 US-Dollar steigen, könnte dies den Index stützen, während die schwachen Industriedaten das Risiko eines rezessionsbedingten Rückschlags aufrechterhalten.
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