ASML dominiert die Halbleiterbranche nach Belieben, doch der technologische Vorsprung muss teuer erkauft werden. Während Chip-Giganten wie Intel und Samsung bereits auf die nächste Generation der extremen Ultraviolett-Lithographie (High-NA EUV) setzen, geht Branchenprimus TSMC offenbar vorerst einen anderen Weg. Parallel zu diesen strategischen Weichenstellungen stützt der niederländische Konzern den eigenen Kurs mit einem massiven Rückkaufprogramm.

Wettlauf um die nächste Chip-Generation

Der Kampf um die technologische Vorherrschaft bei Prozessoren unter 2 Nanometern geht in die heiße Phase. Laut aktuellen Berichten kristallisieren sich Intel, Samsung und SK Hynix als Vorreiter für die neueste Maschinengeneration von ASML heraus. Diese sogenannten High-NA-EUV-Systeme sollen ab 2027 oder 2028 die Massenproduktion ermöglichen.

Die technische Notwendigkeit für diesen Schritt liegt in der Physik: Die neuen Systeme erhöhen die numerische Apertur von 0,33 auf 0,55. Das ermöglicht eine Auflösung von 8 Nanometern pro Belichtung – eine deutliche Verbesserung gegenüber den 13 Nanometern aktueller Modelle. Für die Herstellung von Logikchips der 1,4-Nanometer-Generation und fortschrittlichstem DRAM-Speicher ist diese Präzision entscheidend.

Unterschiedliche Strategien der Kunden

Doch die Technologie hat ihren Preis. Ein einziges Gerät kostet rund 380 Millionen US-Dollar und zählt damit zu den teuersten Fertigungswerkzeugen der Industriegeschichte. Dies führt zu divergierenden Strategien bei den Kunden:

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  • Intel prescht vor und meldete bereits Ende 2025 den Einsatz des ersten Systems (Twinscan EXE:5200B).
  • Samsung und SK Hynix haben ebenfalls erste Maschinen installiert oder erwarten deren Lieferung in Kürze.
  • TSMC, der weltweit größte Auftragsfertiger, plant laut Berichten hingegen, für seinen 1,4-Nanometer-Knoten zunächst auf die High-NA-Technologie zu verzichten.

Diese Zurückhaltung seitens TSMC deutet darauf hin, dass Fragen zur Kosteneffizienz im Vergleich zu bestehenden Modellen noch nicht abschließend geklärt sind.

Vertrauensbeweis durch Aktienrückkäufe

Ungeachtet der Diskussionen um die Adoptionsrate der neuen Maschinen demonstriert ASML finanzielle Stärke. Im Rahmen des laufenden Rückkaufprogramms erwarb das Unternehmen zwischen dem 9. und 13. Februar gut 105.800 eigene Aktien. Das Investitionsvolumen allein in dieser Woche belief sich auf rund 126,8 Millionen Euro.

Fundamental untermauert wird dieses Selbstbewusstsein durch prall gefüllte Auftragsbücher. Die Bestellungen sprangen im Jahr 2025 um 48 Prozent auf über 28 Milliarden Euro an. Die Aktie honoriert diese Entwicklung und notiert mit rund 1.180 Euro in Schlagdistanz zum jüngsten 52-Wochen-Hoch.

Der anhaltende Boom bei Künstlicher Intelligenz und High-Performance-Computing zwingt die Chiphersteller dazu, ihre Fertigungskapazitäten permanent zu modernisieren. Ob ASMLs Wette auf die extrem teuren High-NA-Systeme voll aufgeht, wird sich zeigen, sobald die ersten Fabriken 2027 in den regulären Massenbetrieb übergehen.

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