Während der breite Technologiesektor am Freitag unter die Räder kam, sendet der niederländische Ausrüster ASML ein starkes Signal an seine Aktionäre. Eine massive Kurszielanhebung durch das Analysehaus Sanford C. Bernstein trifft auf eine deutlich erhöhte Quartalsdividende. Der globale Hunger nach KI-Speicherchips spielt dem Monopolisten dabei direkt in die Karten.

Die Experten von Sanford C. Bernstein hoben ihr Kursziel für den Halbleiterspezialisten auf 1.971 US-Dollar an und bestätigten die Kaufempfehlung. Diese optimistische Einschätzung fällt in ein schwieriges Marktumfeld. Der Nasdaq Composite gab deutlich nach, getrieben von Verlusten bei großen Technologiekonzernen. Auch der ASML-Kurs konnte sich diesem allgemeinen Abwärtsdruck nicht entziehen und verzeichnete am Freitag einen Rückgang von 2,12 Prozent auf 1.134,00 Euro. Dennoch notiert das Papier auf Jahressicht weiterhin knapp 15 Prozent im Plus.

Mehr Geld für Aktionäre

Unabhängig von den kurzfristigen Marktschwankungen schüttet das Unternehmen künftig spürbar mehr Kapital aus. Die Quartalsdividende steigt von 1,88 auf 3,1771 US-Dollar je Aktie. Die nächste Zahlung erfolgt am 5. Mai 2026.

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Auf institutioneller Ebene gab es zuletzt allerdings auch Gewinnmitnahmen. So reduzierte Sendero Wealth Management seine Position im Schlussquartal 2025 um rund 41 Prozent. Insgesamt halten institutionelle Anleger derzeit gut 26 Prozent der ausstehenden Aktien.

KI-Boom füllt die Auftragsbücher

Die positive Haltung der Analysten stützt sich maßgeblich auf die rasant steigende Nachfrage im Bereich der DRAM-Speicherchips. Der Ausbau von Künstlicher Intelligenz bindet enorme Kapazitäten bei den Chipherstellern. Das führt in anderen Branchen bereits zu handfesten Engpässen. Sony kündigte beispielsweise Preiserhöhungen für die PlayStation 5 an, da Zulieferer margenstarke KI-Aufträge gegenüber der klassischen Unterhaltungselektronik priorisieren.

Von dieser Verschiebung profitiert ASML direkt. Als weltweiter Monopolist für EUV-Lithografiesysteme, die für die Herstellung modernster Chips zwingend erforderlich sind, sitzt das Unternehmen an einer Schlüsselstelle der Lieferkette. Ein kürzlich gesicherter Rekordauftrag von SK hynix über rund acht Milliarden US-Dollar für Anlagen, die bis 2027 geliefert werden sollen, unterstreicht diese Marktposition.

Das fundamentale Gerüst bleibt entsprechend robust. ASML schloss das Geschäftsjahr 2025 mit einem Umsatzplus von 15 Prozent auf 32,66 Milliarden Euro ab. Ein Auftragsbestand von 38,8 Milliarden Euro sichert die Auslastung für die kommenden Quartale. Für das erste Quartal 2026 rechnen Analysten nun mit Erlösen von rund 8,63 Milliarden Euro, was einem weiteren Wachstum von gut 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen würde.

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