Elon Musk greift nach der Vorherrschaft im Halbleitermarkt. Mit dem 25 Milliarden US-Dollar schweren "Terafab"-Projekt planen Tesla und SpaceX eine gigantische eigene Chip-Produktion in Texas. Für den niederländischen Ausrüster ASML eröffnet sich damit die Aussicht auf einen gewaltigen neuen Großkunden, während gleichzeitig die Auslieferung der neuesten Maschinengeneration anläuft.

Das geplante Werk in Austin soll sämtliche Schritte der Halbleiterfertigung unter einem Dach vereinen. Sollte Musk diese Vision umsetzen, bräuchte er zwingend die extrem ultravioletten (EUV) Lithografie-Systeme der Niederländer. Analysten bremsen allerdings die kurzfristige Euphorie. Wer als Neueinsteiger ASML-Maschinen ordern will, muss sich auf jahrelange Wartezeiten einstellen. Die Experten von Morgan Stanley rechnen frühestens Mitte 2028 mit ersten fertigen Chips aus der texanischen Fabrik.

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Nächste Technologie-Stufe erreicht

Während das Musk-Projekt noch Zukunftsmusik ist, schafft der Ausrüster in Europa bereits handfeste Fakten. Das belgische Forschungszentrum Imec hat diese Woche eines der weltweit ersten High-NA-EUV-Systeme erhalten. Diese 400 Millionen US-Dollar teuren Anlagen ermöglichen nochmals deutlich kleinere und energieeffizientere Chipstrukturen. Auch die Industrie zieht bereits mit. Branchengrößen wie Intel und SK Hynix integrieren die neuen Systeme aktuell in ihre Fabriken, um sich auf die für 2027 erwartete Massenproduktion vorzubereiten.

Volle Auftragsbücher stützen den Kurs

Die hohe Nachfrage nach der neuesten Technologie spiegelt sich in den Büchern wider. Nach einem Rekordjahr 2025 mit einem Umsatz von 32,7 Milliarden Euro sitzt das Unternehmen auf einem gewaltigen Auftragsbestand von knapp 39 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr 2026 peilt das Management Erlöse zwischen 34 und 39 Milliarden Euro an. Flankiert wird dieses Wachstum von einem laufenden Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 12 Milliarden Euro. An der Börse reagieren Anleger auf die aktuellen Entwicklungen gelassen. Die Aktie notiert heute leicht im Minus bei 1.172,60 Euro, blickt aber auf ein starkes Plus von über 18 Prozent seit Jahresbeginn zurück.

Langfristig formiert sich zwar erste Konkurrenz durch Start-ups wie das von Microsoft unterstützte Unternehmen Lace, das an alternativen Fertigungsmethoden forscht. Bis solche Technologien jedoch marktreif sind, bleibt die Vormachtstellung der Niederländer bei der Produktion modernster Chips unangetastet. Mit der anlaufenden Auslieferung der High-NA-Systeme und den prall gefüllten Orderbüchern ist das Fundament für die kommenden Geschäftsjahre fest gegossen.

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