Der niederländische Monopolist für Lithographiesysteme untermauert seine Marktstellung nicht nur mit Technologie, sondern mit massiven Kapitalflüssen an die Aktionäre. Mitten im anhaltenden KI-gesteuerten Nachfragehoch setzt ASML sein umfangreiches Rückkaufprogramm fort und investierte allein in der vergangenen Woche über 126 Millionen Euro in eigene Anteile. Während die Auftragsbücher so voll sind wie selten zuvor, stellt sich die Frage: Reicht der KI-Boom aus, um diese hohen Bewertungsniveaus langfristig zu rechtfertigen?

Vertrauensbeweis in eigener Sache

ASML lässt den Ankündigungen Taten folgen. Wie aus der gestrigen Pflichtmitteilung hervorgeht, kaufte der Konzern zwischen dem 9. und 13. Februar insgesamt 105.800 Aktien zurück. Dies ist Teil des im Januar verkündeten Programms, das Rückkäufe im Volumen von bis zu 12 Milliarden Euro bis Ende 2028 vorsieht.

Das Management signalisiert damit deutliche Zuversicht in die eigene Geschäftsentwicklung. Der Großteil dieser Aktien soll vernichtet werden, was den Gewinn pro verbleibender Aktie rechnerisch erhöht. Ein kleinerer Teil dient der Bedienung von Mitarbeiterprogrammen. Dass ASML dieses Programm auch auf dem aktuellen Kursniveau konsequent durchzieht, werten Marktbeobachter als Zeichen der Stärke. Die Aktie notiert aktuell bei 1.179,20 Euro und verzeichnet seit Jahresanfang ein Plus von gut 19 Prozent.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Asml?

KI-Hunger füllt die Bücher

Die finanzielle Kraft für diese Maßnahmen stammt aus dem operativen Kerngeschäft, das derzeit massiv von der Künstlichen Intelligenz profitiert. Die Ende Januar veröffentlichten Zahlen für das vierte Quartal 2025 übertrafen die Erwartungen deutlich. Besonders der Auftragseingang (Net Bookings) von 13,2 Milliarden Euro stach hervor – Analysten hatten hier mit weitaus weniger gerechnet.

Treibende Kraft sind die EUV-Systeme (Extreme Ultraviolet Lithography), die für die Produktion der leistungsfähigsten KI-Chips unverzichtbar sind. CEO Christophe Fouquet betonte zuletzt, dass die Kunden ihre mittelfristigen Erwartungen aufgrund der nachhaltigen KI-Nachfrage nach oben korrigiert haben. Dies spiegelt sich auch im Auftragsbestand wider, der zum Jahresende bei beeindruckenden 38,8 Milliarden Euro lag.

Ausblick und fundamentale Lage

Die Weichen für 2026 scheinen auf Wachstum gestellt. Das Management prognostiziert einen Gesamtumsatz zwischen 34 und 39 Milliarden Euro, nachdem 2025 bereits mit 32,7 Milliarden Euro abgeschlossen wurde. Auch die Einführung der nächsten Technologie-Generation, der sogenannten "High NA EUV"-Systeme, schreitet voran. Im letzten Quartal wurden bereits Umsätze für zwei dieser hochkomplexen Maschinen verbucht.

Mit einem gefüllten Auftragsbuch, das mehr als einen Jahresumsatz abdeckt, und einer stabilen Bruttomarge von über 50 Prozent verfügt ASML über eine hohe Planungssicherheit. Die Kombination aus technologischem "Burggraben" bei der EUV-Technologie und dem laufenden Aktienrückkaufprogramm dürfte den Kurs auch in unruhigeren Marktphasen stützen.

Asml-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Asml-Analyse vom 17. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Asml-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Asml-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Asml: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...