Apple hat zum Auftakt des Geschäftsjahres 2026 geliefert – und zwar dort, wo Anleger besonders genau hinschauen: beim iPhone und in China. Gleichzeitig zeigt der Ausblick, dass der Rückenwind nicht nur ein Einmaleffekt aus dem Weihnachtsquartal sein soll. Doch wie lange kann der Konzern das Tempo halten, wenn Engpässe bei Chips und steigende Speicherpreise bremsen?

iPhone treibt das Ergebnis

Der Kern der Überraschung lag im iPhone-Geschäft. Apple sprach selbst von „staggering“ Nachfrage – und die Zahlen stützen das: Der iPhone-Umsatz sprang im Jahresvergleich um 23% auf 85,27 Mrd. US-Dollar und lag damit klar über den Erwartungen. Das ist auch deshalb bemerkenswert, weil im Holiday-Quartal des Vorjahres die iPhone-Verkäufe noch leicht rückläufig waren.

Unterm Strich übertraf Apple die Wall-Street-Schätzungen breit: Der Umsatz kletterte um 16% auf 143,76 Mrd. US-Dollar, der Gewinn je Aktie lag mit 2,84 US-Dollar über dem Konsens von 2,67 US-Dollar. Zudem verbesserte sich die Bruttomarge auf 48,2% – ein wichtiges Signal, weil es zeigt, dass Apple trotz hoher Nachfrage nicht über Rabatte wachsen musste.

Wichtiger Nebeneffekt: Die aktive installierte Basis stieg auf 2,5 Milliarden Geräte (Januar 2025: 2,35 Milliarden). Diese Kennzahl gilt als Fundament für das Service-Geschäft, weil jeder zusätzliche aktive Nutzer potenziell mehr Abo- und App-Umsatz bedeutet.

China-Comeback fällt stärker aus

Ein echter Lichtblick war China. Der Umsatz in „Greater China“ (inklusive Taiwan und Hongkong) legte um 38% auf 25,53 Mrd. US-Dollar zu. Das Management verwies auf einen Rekordwert bei Upgradern in Festlandchina und zweistelliges Wachstum bei Kunden, die von Konkurrenzmarken wechselten.

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Das wirkt wie eine Trendwende: In drei der vier Quartale zuvor waren die China-Umsätze noch gesunken. Umso relevanter ist das Signal, dass Apple ausgerechnet in dieser Region wieder deutlich zulegt.

Services stabil, Hardware gemischt – und ein ambitionierter Ausblick

Abseits des iPhones war das Bild weniger einheitlich:

  • Services: 30,01 Mrd. US-Dollar (+14%), im Rahmen der Erwartungen
  • iPad: 8,60 Mrd. US-Dollar (+6%), über den Erwartungen
  • Mac: 8,39 Mrd. US-Dollar (-7%), unter den Erwartungen
  • Wearables/Home/Accessories: 11,49 Mrd. US-Dollar (-2%), unter den Erwartungen

Für das laufende Quartal stellt Apple nun 13% bis 16% Umsatzwachstum in Aussicht – das entspräche 107,8 bis 110,66 Mrd. US-Dollar und liegt damit über dem Analystenkonsens von 104,84 Mrd. US-Dollar. Gleichzeitig dämpfte das Management die Erwartungen mit Blick auf mögliche Lieferbremsen: Begrenzte Kapazitäten bei fortschrittlichen Chips sowie steigende Speicherpreise durch KI-bedingte Knappheit könnten die Produktion kurzfristig einschränken.

Passend dazu erhöht Apple die Investitionen: Die F&E-Ausgaben stiegen auf 10,89 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 8,27 Mrd.). Zudem kündigte der Konzern im Januar eine Partnerschaft mit Google an, um Gemini-Modelle in „Apple Intelligence“ zu integrieren.

An der Börse spiegelt sich die gemischte Lage zuletzt in einer Seitwärtsphase wider: Der Schlusskurs von gestern lag bei 254,82 US-Dollar, damit in etwa auf Höhe des 50-Tage-Durchschnitts.

In den kommenden Wochen wird entscheidend sein, ob Apple die starke Nachfrage in Umsatz ummünzen kann, ohne dass Chip- und Speicherengpässe die Stückzahlen limitieren – genau dort liegt der zentrale Haken hinter dem ansonsten überzeugenden Quartalsbericht.

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