Advanced Micro Devices (AMD) rüstet sich für die nächste Phase im KI-Rennen. Während der Markt oft primär auf den Hauptkonkurrenten blickt, sichert sich AMD-Chefin Lisa Su im Hintergrund Milliarden-Deals und wichtige Bausteine für die eigene Lieferkette. Gelingt es dem Konzern, den kritischen Engpass bei Speicherchips aufzulösen?

Diplomatie für den KI-Boom

Um die rasant steigende Nachfrage nach KI-Beschleunigern bedienen zu können, reist CEO Lisa Su am 18. März nach Südkorea. Auf der Agenda stehen Treffen mit hochrangigen Partnern, darunter Samsung-Chairman Jay Y. Lee und die Spitze des Internetkonzerns Naver. Das klare Ziel dieser diplomatischen Mission ist die Sicherung von High-Bandwidth Memory (HBM). Diese speziellen Speicherchips sind ein absoluter Flaschenhals in der Produktion leistungsstarker KI-Systeme. Wer hier ausreichend Kapazitäten sichert, hat im Wettbewerb um die Ausstattung riesiger Rechenzentren einen handfesten Vorteil.

Milliarden-Deals und beigelegte Streitigkeiten

Das Fundament für diesen Vorstoß bilden massive Kundenaufträge. Erst kürzlich schloss AMD eine wegweisende Vereinbarung mit Meta. Der Social-Media-Konzern nimmt über mehrere Chip-Generationen hinweg Grafikprozessoren (GPUs) mit einer Kapazität von sechs Gigawatt ab und setzt zudem auf die neuen EPYC-Prozessoren von AMD. Zusammen mit ähnlichen Zusagen von OpenAI hat sich der Chipentwickler Abnahmen gesichert, die den Vorjahresumsatz von knapp 35 Milliarden US-Dollar um ein Vielfaches übersteigen dürften.

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Flankiert werden diese Großaufträge von operativen Fortschritten. So konnte AMD diese Woche einen langjährigen Patentstreit mit Adeia beilegen und sich gleichzeitig Lizenzen für fortschrittliche Halbleiter-Verpackungstechnologien sichern. Zudem erweiterte das Unternehmen sein Portfolio an Ryzen AI Embedded-Prozessoren, um der wachsenden Nachfrage nach Echtzeit-KI-Verarbeitung in der Industrieautomation gerecht zu werden.

Starke Zahlen treffen auf hohe Erwartungen

Finanziell ist das Unternehmen robust aufgestellt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 verzeichnete AMD einen Rekordumsatz von 34,6 Milliarden US-Dollar. Laut Lisa Su übertrifft die Nachfrage nach Rechenzentrums-CPUs die internen Erwartungen bei Weitem, da große Cloud-Anbieter ihre Investitionen in die KI-Infrastruktur im laufenden Jahr voraussichtlich auf über 600 Milliarden US-Dollar hochfahren werden.

Trotz dieser starken fundamentalen Entwicklung und übertroffener Prognosen hat die Aktie seit dem Jahreswechsel rund 7,5 Prozent an Wert verloren. Mit einem aktuellen Kurs von gut 176 Euro notiert das Papier deutlich unter seinem im vergangenen Oktober erreichten Rekordhoch von rund 227 Euro, da die enormen Wachstumserwartungen der Anleger kurzfristig kaum zu befriedigen waren.

Die anstehenden Gespräche in Seoul markieren nun den nächsten operativen Schritt. Wenn AMD durch die Partnerschaft mit Samsung eine verlässliche HBM-Lieferkette etabliert, kann das Unternehmen die gigantischen Aufträge von Meta und OpenAI reibungslos abarbeiten. Mit einer geklärten Patentsituation und einer gesicherten Chipproduktion positioniert sich AMD fundamental stark für das zweite Quartal 2026.

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