Advanced Micro Devices hat zwei Mega-Aufträge mit Meta und OpenAI in der Tasche – zusammen ein Volumen, das das Zehnfache des Jahresumsatzes übersteigt. Trotzdem steht die Aktie seit Wochen unter Druck. Starke Quartalszahlen verpufften, der Kurs liegt mehr als 25 Prozent unter dem Allzeithoch vom Oktober. Warum belohnt der Markt die strategischen Erfolge nicht?

Rekordergebnis trifft auf Zweifel

AMD schloss das Geschäftsjahr 2025 mit Bestmarken ab: 34,6 Milliarden Dollar Umsatz, 10,3 Milliarden Dollar im vierten Quartal allein. Der bereinigte Gewinn je Aktie von 1,53 Dollar lag deutlich über den Analystenschätzungen von 1,32 Dollar. Auch beim Umsatz übertrafen die 10,27 Milliarden Dollar die Erwartung von 9,67 Milliarden Dollar klar.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei AMD?

Die Reaktion der Börse fiel dennoch verhalten aus. Der Grund: Der Ausblick auf das erste Quartal 2026 enttäuschte Teile der Investorengemeinde. AMD prognostizierte Erlöse zwischen 9,5 und 10,1 Milliarden Dollar – der Mittelwert lag zwar über dem Konsens von 9,38 Milliarden Dollar, blieb aber hinter aggressiveren KI-Nachfragemodellen zurück. Am 3. Februar, dem Tag der Zahlenvorlage, brach der Kurs ein.

Meta-Partnerschaft mit 6 Gigawatt Volumen

Am 24. Februar folgte die nächste Nachricht: AMD und Meta besiegelten eine mehrjährige Partnerschaft über bis zu 6 Gigawatt AMD-Instinct-GPUs. Die ersten Lieferungen für das erste Gigawatt sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnen und auf einer angepassten MI450-GPU basieren, ergänzt um EPYC-"Venice"-CPUs der sechsten Generation, ROCm-Software und die Helios-Rack-Architektur.

Die Vereinbarung umfasst auch bis zu 160 Millionen Aktien-Warrants, deren Ausübung an Liefermengen und Aktienkursziele gekoppelt ist. Zudem wird Meta Lead-Kunde für AMDs sechste EPYC-Prozessorgeneration. Das Abkommen ähnelt stark dem Vertrag mit OpenAI aus dem Oktober 2025 – ebenfalls 6 Gigawatt. Zusammen sicherte sich AMD damit Aufträge über 12 Gigawatt GPU-Kapazität. Bei einem Jahresumsatz von knapp 35 Milliarden Dollar dürften beide Deals ein Volumen im zehnfachen Bereich des Jahresumsatzes erreichen.

Kursrutsch trotz strategischer Erfolge

Die positiven Nachrichten konnten den Abwärtstrend nicht stoppen. Im Februar verlor die AMD-Aktie 15,4 Prozent, während der S&P 500 um 0,9 Prozent und der Nasdaq Composite um 3,4 Prozent nachgaben. Nach einem Hoch nahe dem Allzeitrekord im Januar folgte ein Rückschlag von über 25 Prozent seit Oktober 2025. Auch die Meta-Ankündigung sorgte nur für eine kurze Erholung – Fragen zu Produktions-Timings, Wettbewerbsposition gegenüber Nvidia und der Umsetzung der Großaufträge belasten weiter.

Breitere Marktfaktoren wie steigende Ölpreise und geopolitische Spannungen drückten zusätzlich auf Technologiewerte.

Produkt-Pipeline und Wachstumsprognose

AMD plant bis 2029 eine durchschnittliche jährliche Umsatzsteigerung von 35 Prozent. Die MI450-GPU soll im 2-Nanometer-Verfahren von TSMC gefertigt werden – ein Vorsprung gegenüber Nvidias Vera Rubin auf 3-Nanometer-Basis. Auf der CES 2026 zeigte AMD die Helios-Rack-Architektur mit bis zu 3 AI-Exaflops pro Rack und gab einen Ausblick auf die MI500-Serie für 2027, die eine bis zu 1.000-fach höhere KI-Leistung gegenüber der MI300X erreichen soll.

Eine Analyse von KeyBanc zeigt robuste Nachfrage: AMDs Server-CPUs sind für 2026 nahezu ausverkauft, was Preiserhöhungen von 10 bis 15 Prozent im ersten Quartal ermöglichen könnte. Hyperscaler planen 2026 über 600 Milliarden Dollar Investitionen in KI-Infrastruktur – ein Anstieg von 36 Prozent gegenüber 2025.

Umsetzung entscheidet

AMD steht vor der Herausforderung, die strategischen Zusagen in operative Ergebnisse zu übersetzen. Nvidia bleibt im High-End-GPU-Segment führend, doch der Markt wächst schnell genug für mehrere Gewinner. Die Frage ist, ob AMD pünktlich liefern und im Leistungswettbewerb mithalten kann. Die Partnerschaft mit Meta und OpenAI schafft die Grundlage – nun müssen Chips in Serie gehen, Produktionsziele erreicht und technologische Versprechen eingelöst werden. Erst dann dürfte der Markt bereit sein, die Aktie höher zu bewerten.

AMD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue AMD-Analyse vom 08. März liefert die Antwort:

Die neusten AMD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AMD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 08. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

AMD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...