Die Münchener Rück liefert Zahlen, von denen andere nur träumen können: 6,12 Milliarden Euro Gewinn, eine Dividende von 24 Euro je Aktie und ein Aktienrückkaufprogramm über 2,25 Milliarden Euro. Dennoch verliert die Aktie zum Wochenauftakt weiter an Boden. Der Grund: Im Kerngeschäft sinken die Preise spürbar.

Fünftes Rekordjahr in Folge

Das Geschäftsjahr 2025 war für die Münchener Rück das fünfte Jahr in Serie, in dem das Unternehmen die eigene Prognose übertraf. Der Nettogewinn kletterte um 7,6 Prozent auf 6,12 Milliarden Euro und lag damit über dem anvisierten Ziel von 6 Milliarden Euro. Getragen wurde das Ergebnis von einem versicherungstechnischen Gewinn von 9,8 Milliarden Euro sowie einem gestiegenen Kapitalanlageergebnis von 7,5 Milliarden Euro.

Allerdings fiel das vierte Quartal mit 945 Millionen Euro Nettogewinn schwächer aus. Das Unternehmen verwies auf Wechselkursverluste durch den schwachen US-Dollar, die das Ergebnis belasteten.

Großzügige Kapitalrückführung

Mit der geplanten Dividende von 24 Euro je Aktie übertrifft Munich Re die Markterwartungen von 21,86 Euro deutlich. Das entspricht einer Steigerung von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Seit 25 Jahren zahlt der Konzern ununterbrochen eine Dividende, die zuletzt fünfmal in Folge erhöht wurde.

Zusätzlich startet am 29. April 2026 ein neues Aktienrückkaufprogramm über bis zu 2,25 Milliarden Euro, das bis zur Hauptversammlung 2027 laufen soll. Die zurückgekauften Aktien werden eingezogen, was den Gewinn je Aktie rechnerisch stützt. Insgesamt fließen damit 5,3 Milliarden Euro an die Aktionäre zurück.

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Der Haken: Preisdruck im Rückversicherungsgeschäft

Die aktuelle Kursschwäche hat einen konkreten Hintergrund. Bei den Vertragserneuerungen zum Jahreswechsel musste Munich Re Preisrückgänge von 2,5 Prozent hinnehmen. Das Geschäftsvolumen schrumpft um rund 7,8 Prozent, weil das Unternehmen bewusst auf unrentable Verträge verzichtete.

Vorstandschef Christoph Jurecka hält dennoch am Gewinnziel von 6,3 Milliarden Euro für 2026 fest. Die Strategie „Ambition 2030" setzt auf eine Verschiebung hin zu planbaren Geschäftsfeldern: Der Ergebnisbeitrag von Leben/Gesundheit, Global Specialty Insurance und ERGO soll von aktuell 50 auf 60 Prozent steigen. Zudem plant der Konzern, die Kapitalanlagerendite bis 2030 auf 3,4 bis 3,8 Prozent zu erhöhen.

Was jetzt kommt

Am 18. März 2026 folgt der vollständige Geschäftsbericht, der weitere Details zur Schadenentwicklung und Kapitalausstattung liefert. Die Quartalszahlen erscheinen am 12. Mai. Die Dividende wird am 5. Mai ausgezahlt, Ex-Tag ist der 30. April. Ob das ambitionierte Gewinnziel trotz niedrigerer Preise erreicht wird, dürfte sich spätestens im dritten Quartal zeigen – wenn die nordamerikanische Hurrikansaison die Großschadenbilanz prägt.

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