AMD liefert Rekordzahlen, sichert sich Großaufträge im KI-Geschäft – und verliert trotzdem deutlich an Wert. Während das operative Geschäft boomt, zweifelt der Markt an der Umsetzung. Was steckt hinter der Diskrepanz zwischen Fundamentaldaten und Kursentwicklung?

Starke Zahlen, schwache Reaktion

Im vierten Quartal 2025 erzielte AMD einen Rekordumsatz von 10,3 Milliarden Dollar, das Gesamtjahr schloss mit 34,6 Milliarden Dollar ab. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,53 Dollar – deutlich über der Analystenschätzung von 1,32 Dollar.

Doch statt Euphorie folgte Ernüchterung. Der Ausblick auf das laufende Quartal enttäuschte Teile der Investorengemeinde. AMD prognostiziert Erlöse zwischen 9,5 und 10,1 Milliarden Dollar. Der Mittelwert liegt zwar über dem Analystenkonsens von 9,38 Milliarden Dollar, aber unter den Erwartungen jener Investoren, die mit einer noch stärkeren KI-getriebenen Nachfrage gerechnet hatten. Im Februar brach die Aktie um 15,4 Prozent ein – während der S&P 500 lediglich 0,9 Prozent verlor.

Die Meta-Partnerschaft: Zwölf Gigawatt GPU-Kapazität

Der bedeutendste Entwicklungsschritt der vergangenen Wochen ist die erweiterte Kooperation mit Meta Platforms. Die beiden Unternehmen vereinbarten eine mehrjährige Partnerschaft über bis zu sechs Gigawatt AMD-Instinct-GPUs für Metas KI-Infrastruktur. Die ersten Lieferungen, basierend auf der angepassten MI450-GPU und EPYC-CPUs der sechsten Generation, sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnen.

Zusätzlich zu dieser Vereinbarung hatte AMD bereits mit OpenAI einen Deal über weitere sechs Gigawatt abgeschlossen. Damit stehen insgesamt zwölf Gigawatt GPU-Kapazität unter Vertrag – eine Größenordnung, die AMDs Position im KI-Chipmarkt deutlich festigt.

Die Vereinbarung mit Meta enthält zudem leistungsabhängige Optionsscheine für bis zu 160 Millionen AMD-Aktien, gekoppelt an Liefermeilensteine und Aktienkursziele.

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Technologischer Vorsprung bei der MI450

AMDs kommende MI450-GPU wird in 2-Nanometer-Technologie von TSMC gefertigt – ein Vorteil gegenüber Nvidias Vera Rubin, die auf dem 3-Nanometer-Knoten basiert. Auf der CES 2026 stellte AMD die Helios-Rack-Architektur vor, die bis zu drei AI-Exaflops pro Rack liefern soll. Für 2027 kündigte das Unternehmen die MI500-Serie an, die eine bis zu 1.000-fach höhere KI-Leistung als die MI300X erreichen soll.

Eine Analyse von KeyBanc zeigt robuste Nachfrage nach AMDs Server-CPUs, die für 2026 nahezu ausverkauft sind. Dies könnte im ersten Quartal zu Preissteigerungen von 10 bis 15 Prozent führen.

Ausblick: Umsetzung entscheidend

AMD plant für die kommenden drei Jahre eine durchschnittliche jährliche Umsatzsteigerung von 35 Prozent. Hyperscaler werden 2026 voraussichtlich über 600 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur investieren – ein Plus von 36 Prozent gegenüber 2025.

Die Weichen sind gestellt, die Aufträge gesichert. Nun muss AMD liefern – pünktlich, in großem Volumen und mit der versprochenen Leistung. Erst dann dürfte der Markt bereit sein, die Bewertung wieder nach oben zu treiben. Die Zusagen von Meta und OpenAI könnten auch andere Hyperscaler ermutigen, auf AMD zu setzen.

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