Advanced Micro Devices steht vor einem entscheidenden Termin: Am 3. Februar legt der Chipkonzern seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Für Anleger geht es dabei um mehr als nur Umsatz und Gewinn – es geht um die Frage, ob AMD im KI-Rennen gegen Nvidia wirklich mithalten kann. Die Erwartungen sind hoch, die Nervosität spürbar.

Datacenter-Geschäft im Fokus

Das Herzstück der AMD-Story ist das Rechenzentrumsgeschäft. Hier konkurriert das Unternehmen direkt mit Nvidia um die lukrativen KI-Beschleuniger. AMD hat sich ambitionierte Ziele gesetzt: 60 Prozent durchschnittliches jährliches Wachstum für die nächsten fünf Jahre. Im dritten Quartal 2025 legte der Bereich bereits deutlich zu.

Für Q4 hat das Management selbst einen Umsatz von rund 9,6 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Entscheidend wird jedoch der Ausblick: Analysten erwarten für das Gesamtjahr 2026 einen Gewinn je Aktie zwischen 5,36 und 8,02 Dollar. Eine breite Spanne, die die Unsicherheit widerspiegelt. Dabei kommt es vor allem auf den MI450-Chip an, der später in diesem Jahr starten soll.

Bewertung und Analystenmeinungen

Die Aktie ist teuer – das zeigt ein Blick auf die Kennzahlen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis der vergangenen zwölf Monate liegt deutlich über dem historischen Durchschnitt, belastet auch durch eine Abschreibung von 800 Millionen Dollar wegen Exportbeschränkungen nach China. Das Forward-KGV wird auf 38 bis 42 geschätzt.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei AMD?

Trotzdem bleibt die Wall Street optimistisch. Von 33 Analysten empfehlen 25 die Aktie zum Kauf, acht raten zum Halten. Das durchschnittliche Kursziel liegt zwischen 281 und 289 Dollar – rund 20 Prozent über dem aktuellen Niveau. Die individuellen Einschätzungen fallen jedoch sehr unterschiedlich aus, je nachdem, wie die Experten AMDs Chancen gegen die übermächtige Konkurrenz bewerten.

Infrastruktur und Partnerschaften

Neben der Chip-Entwicklung arbeitet AMD am Ausbau seines Ökosystems. Ein Beispiel: Riot Platforms stellt dem Konzern 25 Megawatt Kapazität in seinem Rechenzentrum in Rockdale zur Verfügung – für High-Performance-Computing-Anwendungen. Solche Partnerschaften verschaffen AMD Zugang zu wichtiger Infrastruktur.

Gleichzeitig bleibt das Unternehmen im Gaming-Segment aktiv. Neue Grafikkarten wie die Radeon RX 9060 XT zeigen, dass AMD auch im Consumer-Bereich weiter investiert – eine Diversifikation, die angesichts des intensiven Wettbewerbs im KI-Markt durchaus Sinn ergibt.

Am Freitag verlor die Aktie 6,13 Prozent und schloss bei 236,73 Dollar. Über die gesamte Woche summierte sich das Minus auf knapp acht Prozent. Seit Jahresanfang steht dennoch ein Plus von rund neun Prozent zu Buche, über zwölf Monate sind es sogar 77 Prozent. Die Zahlen am Dienstag werden zeigen, ob diese Dynamik anhält.

Anzeige

AMD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue AMD-Analyse vom 2. Februar liefert die Antwort:

Die neusten AMD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AMD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

AMD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...