AMD hat auf der CES 2025 seine bisher aggressivste Produktoffensive im KI-Geschäft vorgestellt. Im Zentrum steht die neue Helios-Architektur – ein Rack-System, das direkt gegen Nvidias dominante GB200-Plattform antritt. CEO Lisa Su kündigte zudem die MI455X-GPU an, die bereits bei OpenAI zum Einsatz kommt. Die Frage lautet: Kann AMD mit dieser Hardware-Offensive tatsächlich Marktanteile erobern?

Helios gegen GB200: Die technischen Fakten

Das Helios-System kombiniert 72 Instinct MI455X-GPUs mit den neuen EPYC-"Venice"-CPUs, die auf der Zen-6-Architektur basieren und bis zu 256 Kerne bieten. Laut AMD erreicht das Rack eine KI-Rechenleistung von 3 ExaFLOPS. Die MI455X-Beschleuniger sollen gegenüber dem Vorgängermodell MI355X eine zehnfache Leistungssteigerung liefern.

Für 2027 kündigte AMD bereits die MI500-Serie an, gefertigt im 2nm-Prozess. Hier verspricht das Unternehmen eine 1.000-fache Leistungssteigerung gegenüber der MI300X aus Ende 2023. Diese Roadmap zielt klar auf das ab, was Lisa Su als "Yotta-Scale"-Ära bezeichnet – eine Zukunft, in der globale KI-Rechenkapazitäten 10 YottaFLOPS überschreiten sollen.

Diversifikation jenseits des Rechenzentrums

Parallel zum Datacenter-Geschäft baut AMD seine Position im Consumer- und Industriebereich aus. Die neue Ryzen AI 400-Serie für Laptops und Desktops soll ab Q1 2026 verfügbar sein. Das Flaggschiff Ryzen AI 9 HX 475 bietet 12 Kerne, eine RDNA-3.5-GPU und eine NPU mit 60 TOPS – deutlich über Microsofts Copilot+-Schwellenwert.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei AMD?

Für industrielle Anwendungen stellte AMD die Ryzen AI Embedded P100- und X100-Serien vor, die Zen-5-CPUs mit XDNA-2-NPUs kombinieren. Diese Chips zielen auf Robotik und Automotive-Märkte. Die Strategie dahinter: AMD will seine Umsatzströme breiter aufstellen und sich gegen die Volatilität des reinen Datacenter-Geschäfts absichern.

Analysten bleiben vorsichtig

Trotz der ambitionierten Ankündigungen reagierte die Finanzwelt zurückhaltend. Cantor Fitzgerald senkte das Kursziel von 350 auf 300 US-Dollar, hält aber an der "Overweight"-Bewertung fest. Der Konsens unter Analysten liegt bei etwa 277 bis 282 US-Dollar, was vom aktuellen Niveau aus Aufwärtspotenzial signalisiert.

Technisch steht die Aktie vor einer Hürde: Der 50-Tage-Durchschnitt bei rund 227 US-Dollar fungiert als Widerstand. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber wäre ein positives Signal – bleibt er aus, droht Konsolidierung.

Ausführung entscheidet

AMD hat die technologische Karte ausgespielt. Die tatsächliche Herausforderung liegt nun in der Umsetzung: Können die MI455X-GPUs in relevanten Stückzahlen ausgeliefert werden? Gelingt es, Hyperscaler jenseits von OpenAI für die Helios-Plattform zu gewinnen? Die Kursziel-Senkung durch Cantor Fitzgerald deutet darauf hin, dass der Markt genau diese Risiken einpreist – auch wenn die langfristige Wachstumsstory intakt bleibt.

AMD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue AMD-Analyse vom 07. Januar liefert die Antwort:

Die neusten AMD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AMD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 07. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

AMD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...