AMD Aktie: Offensive auf allen Fronten
AMD bewegt sich dieser Woche auf mehreren Schauplätzen gleichzeitig. CEO Lisa Su reist erstmals seit ihrem Amtsantritt 2014 nach Südkorea, ein neues Industriekonsortium für optische Verbindungsstandards geht an den Start — und im Hintergrund laufen Milliarden-Deals mit den größten Hyperscalern der Welt.
Das Konsortium, das die KI-Infrastruktur neu definieren soll
AMD hat gemeinsam mit Broadcom, Meta, Microsoft, Nvidia und OpenAI das sogenannte Optical Compute Interconnect (OCI) Konsortium gegründet. Ziel ist ein offener Industriestandard für optische Verbindungen zwischen Prozessoren, Beschleunigern und Switches in großen KI-Systemen.
Der Hintergrund: Herkömmliche Kupferverbindungen stoßen bei wachsenden KI-Modellen an physikalische Grenzen — bei Bandbreite, Energieeffizienz und Übertragungsdistanz. Optische Verbindungen gelten als Lösung, aber nur wenn die Branche auf gemeinsame Standards setzt. Das Konsortium soll genau diese Grundlage schaffen und damit Entwicklungsrisiken reduzieren sowie Markteinführungszeiten für neue KI-Hardware verkürzen.
Bemerkenswert: Intel und Qualcomm fehlen in der Gründungsgruppe — was die technischen Prioritäten des Standards künftig beeinflussen dürfte.
Lisa Sus Südkorea-Mission
Am 18. März reist AMD-CEO Lisa Su nach Seoul, um Samsung-Chairman Jay Y. Lee zu treffen. Im Mittelpunkt stehen Liefervereinbarungen für High-Bandwidth Memory (HBM), das in AMDs KI-Beschleunigern verbaut wird. Samsung liefert bereits HBM3E für die MI350-Serie; Berichten zufolge sollen bei dem Treffen auch HBM4-Lieferpläne für die kommende MI450-Plattform besprochen werden.
Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Sus Besuch fällt in dieselbe Woche wie Nvidias jährliche Entwicklerkonferenz GTC 2026. Einige Analysten sehen darin den Versuch, mit prominenten Partnerschaften in Südkorea Präsenz zu zeigen, während die globale Aufmerksamkeit auf Nvidias Veranstaltung gerichtet ist.
Neben Samsung steht auch ein Treffen mit Naver-CEO Choi Soo-yeon auf dem Programm — Themen sollen der Ausbau von Rechenzentrumskapazitäten und souveräne KI-Infrastruktur sein.
Rekordgeschäft im Rechenzentrum
Die diplomatischen Aktivitäten haben eine solide kommerzielle Basis. Im vierten Quartal 2025 erzielte AMD im Rechenzentrumssegment einen Rekordumsatz von 5,4 Milliarden Dollar — ein Plus von 39 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das Gesamtjahr 2025 meldete AMD einen Rekordumsatz von 34,6 Milliarden Dollar, das Nettoergebnis stieg um 164 Prozent auf 4,3 Milliarden Dollar.
Langfristige Abnahmeverträge unterstreichen die Nachfrage: Meta hat sich zu Käufen von AMD-GPUs im Umfang von 6 Gigawatt über mehrere Chip-Generationen verpflichtet. Zusammen mit OpenAI summieren sich die GPU-Zusagen auf 12 Gigawatt über die nächsten Jahre. Die ersten Lieferungen der MI450-basierten Systeme für Meta sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnen.
Kurs unter Druck, Wachstumsziele ehrgeizig
Trotz der operativen Fortschritte steht die Aktie seit Jahresbeginn unter Druck und notiert aktuell rund 25 Prozent unterhalb ihres Allzeithochs vom Oktober 2025. Das Forward-KGV von etwa 30 gilt unter Analysten als moderat — vorausgesetzt, AMD erreicht die prognostizierten 34 Prozent Umsatzwachstum für 2026 und 43 Prozent für 2027. Das Management bekräftigte mittelfristige Ziele von mehr als 60 Prozent jährlichem Wachstum im Rechenzentrumssegment und einem Umsatz-CAGR von über 35 Prozent über drei bis fünf Jahre.
AMD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue AMD-Analyse vom 15. März liefert die Antwort:
Die neusten AMD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AMD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
AMD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








