Jahrelang dominierten Grafikprozessoren (GPUs) die Diskussion um künstliche Intelligenz. Nun rückt Advanced Micro Devices (AMD) eine fast vergessene Komponente wieder in das Zentrum der Rechenzentren: den klassischen Hauptprozessor (CPU). Während das Unternehmen milliardenschwere Deals mit Tech-Giganten schmiedet, bindet der Aufsichtsrat die Vergütung von CEO Lisa Su an extrem ambitionierte Kursziele.

CPUs als heimliche KI-Treiber

Künstliche Intelligenz entwickelt sich rasant weiter. Sogenannte "Agentic AI" erfordert zunehmend komplexe, mehrstufige Arbeitsabläufe, bei denen reine GPU-Systeme an ihre Grenzen stoßen. CPUs übernehmen in diesem neuen Umfeld die entscheidende Rolle der Orchestrierung. Sie verwalten den Speicher, bereiten Daten auf und steuern die Systemabläufe.

AMD positioniert seine kommende EPYC-Prozessorfamilie mit dem Codenamen "Venice" exakt für diese Anforderungen. Das Unternehmen setzt dabei auf seine modulare Chiplet-Architektur, um Rechenleistung und Energieverbrauch flexibel an die Bedürfnisse der Rechenzentren anzupassen. Interne Schätzungen besagen, dass bereits die aktuelle fünfte EPYC-Generation im Vergleich zu Nvidias Grace-Superchips eine mehr als doppelt so hohe Energieeffizienz pro Watt liefert.

Milliarden-Deals stützen das Wachstum

Dieser strategische Schwenk spiegelt sich in den Büchern wider. Das Rechenzentrumsgeschäft wuchs im Jahresvergleich um 39 Prozent und macht mittlerweile mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes aus. Im vierten Quartal verzeichnete AMD einen Rekordumsatz von 10,3 Milliarden US-Dollar.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei AMD?

Untermauert wird diese Entwicklung durch massive Zusagen von Großkunden. Meta und OpenAI haben sich verpflichtet, über die nächsten Jahre GPUs mit einer Leistung von insgesamt 12 Gigawatt abzunehmen. Gleichzeitig baut Meta als Hauptkunde für die sechste EPYC-Generation auch die CPU-Partnerschaft massiv aus. Laut CEO Lisa Su übersteigt die aktuelle Nachfrage nach Server-CPUs die bisherigen Prognosen des Unternehmens deutlich.

Ambitionierte Ziele für die Konzernchefin

Trotz dieser operativen Erfolge steht das Papier aktuell unter Druck. Nach enttäuschenden Reaktionen auf den letzten Quartalsbericht notiert der Titel bei 170,38 Euro und damit rund 25 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch vom Oktober 2025.

Der Aufsichtsrat verknüpft in dieser Phase die Vergütung der Konzernspitze direkt mit einer massiven Wertsteigerung. CEO Lisa Su erhielt ein spezielles Aktienpaket im Wert von 75 Millionen US-Dollar. Diese Papiere werden nur fällig, wenn bestimmte Kursmarken erreicht werden. Die höchste Auszahlungsstufe ist an einen Aktienkurs von 600 US-Dollar bis März 2031 geknüpft. Zeitgleiche Aktienverkäufe der Chefin im Volumen von 85.000 Stück fanden im Rahmen eines langfristig festgelegten Handelsplans statt und stellen somit eine routinemäßige Transaktion dar.

Das Management rechnet für die kommenden drei Jahre mit einem jährlichen Umsatzwachstum von 35 Prozent. Die Transformation von reinen GPU-Clustern hin zu einer ausgewogenen Infrastruktur aus Prozessoren, Grafikeinheiten und Netzwerktechnologie bildet das Fundament für diese Prognose. AMDs Fähigkeit, diese kompletten Systemlösungen an Hyperscaler auszuliefern, definiert die strategische Ausrichtung bis zum Ende des Jahrzehnts.

AMD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue AMD-Analyse vom 17. März liefert die Antwort:

Die neusten AMD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AMD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

AMD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...