Während die Tech-Welt diese Woche gebannt auf Nvidias Entwicklerkonferenz blickt, schlägt AMD-Chefin Lisa Su einen anderen Weg ein. Zum ersten Mal seit ihrem Amtsantritt reist sie nach Südkorea, um sich essenzielle Bauteile für die nächste Generation von KI-Beschleunigern zu sichern. Gleichzeitig positioniert der Konzern seine Prozessoren für eine neue Ära der künstlichen Intelligenz, in der lokale Rechenleistung massiv an Bedeutung gewinnt.

Die Jagd nach Speicherchips

Der Besuch in Seoul am kommenden Mittwoch hat ein klares Ziel: die Absicherung der Lieferketten. Su trifft sich laut Branchenkreisen mit der Führungsebene von Samsung Electronics, um über die Lieferung von HBM4-Speicherchips und mögliche Fertigungskapazitäten zu verhandeln. Samsung hat kürzlich als weltweit erster Hersteller mit der Massenproduktion dieser fortschrittlichen Komponenten begonnen. Eine verlässliche Versorgung mit diesen Speicherchips schließt einen der kritischsten Engpässe in AMDs Hardware-Roadmap und ist Grundvoraussetzung, um die hohe Nachfrage bedienen zu können. Zusätzlich stehen Gespräche mit dem südkoreanischen Tech-Riesen Naver über den Aufbau souveräner KI-Infrastrukturen auf der Agenda.

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Solide Zahlen, schwacher Kurs

Operativ läuft es für den Chipentwickler hervorragend. Der Umsatz im Rechenzentrumsgeschäft kletterte im vergangenen Jahr um 39 Prozent nach oben und macht mittlerweile mehr als die Hälfte des Gesamtgeschäfts aus. Dennoch reagierten Anleger auf den letzten Quartalsbericht enttäuscht. Aktuell notiert das Papier bei 168,82 Euro und hat seit Jahresbeginn rund 11 Prozent an Wert verloren. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von gut 227 Euro spiegelt die enormen Erwartungen wider, die der Markt weiterhin an das KI-Wachstum des Unternehmens stellt.

Um diese Lücke zwischen operativer Stärke und Aktienkurs zu schließen, treibt AMD den Ausbau seiner Partnerschaften voran. Mit Meta und OpenAI bestehen bereits feste Zusagen für die Lieferung von GPUs mit einer Gesamtleistung von 12 Gigawatt in den kommenden Jahren. Parallel dazu propagiert das Unternehmen das Konzept der "Agentic AI". Hierbei übernehmen KI-Agenten selbstständig komplexe Aufgaben für den Nutzer. Für diese Workloads rücken leistungsstarke CPUs wieder stärker in den Mittelpunkt, da sie Arbeitsabläufe koordinieren und Daten lokal verarbeiten – ein klarer Vorteil in puncto Datenschutz und Kostenkontrolle gegenüber reinen Cloud-Lösungen.

Blick auf die Hardware-Pipeline

Die technologische Basis für diese Großaufträge und neuen Software-Ansätze steht bereits fest. Für die kommenden Jahre plant AMD deutliche Leistungssprünge bei seinen Systemen:

  • Helios-Architektur: 3 Exaflops KI-Leistung pro Rack
  • Instinct MI400 (Start 2026): 20 Petaflops Rechenleistung und 432 GB HBM4-Speicher
  • Instinct MI500-Serie: Gefertigt im 2-Nanometer-Verfahren mit HBM4E-Speicher

Diese Hardware-Offensive trifft auf ein enormes Marktumfeld. Prognosen zufolge werden die großen Cloud-Anbieter im Jahr 2026 über 600 Milliarden US-Dollar in ihre Infrastruktur investieren, was einem Anstieg von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Gelingt es Lisa Su in Südkorea, die nötigen Produktionskapazitäten bei Samsung festzuzurren, ist AMD bestens positioniert, um sich einen signifikanten Anteil dieser Investitionssumme zu sichern.

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