Der Windparkentwickler Energiekontor liefert operative Argumente für die jüngste Kurserholung. Mit dem Verkauf eines 93-Megawatt-Pakets an einen österreichischen Partner unterstreicht das Bremer Unternehmen seine Umsetzungsstärke zum Abschluss des Geschäftsjahres 2025. Bestätigt dieser Deal die vorsichtige Bodenbildung der Aktie, die sich zuletzt wieder über die 50-Tage-Linie schob?

  • Käufer: illwerke vkw (Österreich)
  • Volumen: ca. 93 Megawatt Gesamtleistung
  • Projekte: Windparks Haberloh und Heidkrug (Niedersachsen)
  • Zeitplan: Inbetriebnahme für Ende 2027 geplant

Vertiefung einer bestehenden Partnerschaft

Die Transaktion umfasst zwei Projekte im Landkreis Verden: den größeren Windpark Haberloh mit rund 79 Megawatt und den kleineren Park Heidkrug mit etwa 14 Megawatt. Technisch setzt Energiekontor dabei auf 13 Anlagen des Typs Vestas V162-7.2. Diese Dimensionierung verspricht einen jährlichen Ertrag von rund 220 Gigawattstunden, was rechnerisch für über 66.000 Haushalte ausreicht.

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Besonders interessant für Investoren ist der strategische Kontext: Der Käufer, der österreichische Versorger illwerke vkw, ist ein Wiederholungstäter. Bereits 2021 erwarb das Unternehmen den benachbarten Windpark Völkersen. Durch die geografische Nähe entsteht nun ein Cluster mit insgesamt rund 104 Megawatt Leistung. Solche Folgeschäfte sind ein Indikator für Kundenzufriedenheit und verlässliche Projektabwicklung – eine Währung, die in der volatilen Erneuerbaren-Branche zählt.

Operativer Abschluss 2025

Mit dieser Meldung zieht das Management einen Schlussstrich unter das Geschäftsjahr 2025. Insgesamt wurden sieben Projektverkäufe realisiert und 14 sogenannte "Financial Closes" erreicht. Diese operative Konstanz spiegelt sich auch im Aktienkurs wider, der sich nach einer längeren Durststrecke stabilisiert hat.

Zum Schlusskurs am Mittwoch von 38,85 Euro notiert das Papier auf Monatssicht gut 8 Prozent im Plus. Damit gelang den Bremern der Sprung über den 50-Tage-Durchschnitt (35,82 Euro), was technisch orientierte Anleger als erstes Entspannungssignal werten. Der Weg zum 200-Tage-Trend bei 41,19 Euro ist jedoch noch nicht geebnet.

Warten auf den Geschäftsbericht

Die erfolgreichen Verkäufe zum Jahresende dürften die Erwartungen an die kommenden Zahlen festigen. Ob sich die operative Hektik auch profitabel in der Bilanz niederschlägt, erfahren Anleger am 31. März 2026. Dann wird Energiekontor den vollständigen Geschäftsbericht vorlegen und zeigen müssen, ob die Bewertungslücke zum 52-Wochen-Hoch von 61,80 Euro gerechtfertigt ist oder Aufholpotenzial besteht.

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