Amazon Aktie: Umbau geht weiter
Amazon verschärft seinen Konzernumbau mit einer weiteren Entlassungsrunde im Januar, die 1.001 bis 2.500 Stellen betreffen soll. Parallel setzt das Unternehmen stärker auf künstliche Intelligenz und andere wachstumsstarke Bereiche. Hinzu kommen ein strengeres Bewertungssystem für Mitarbeiter, neue Initiativen im Pharmageschäft und überwiegend positive Analystenkommentare – ein Mix, der den Start ins neue Jahr prägt.
Neue Entlassungsrunde und Effizienzprogramm
Die jüngsten Stellenkürzungen wurden über Mitteilungen nach dem US-amerikanischen WARN-Gesetz bekannt. Die Maßnahmen sollen ab Ende Januar in Washington und weiteren Standorten greifen.
Sie sind Teil eines bereits im Oktober skizzierten Programms, mit dem Amazon:
- Strukturen verschlanken will
- Management-Ebenen reduziert
- Ressourcen in technologiegetriebene Projekte umschichtet
Insgesamt könnten im Zuge dieses Programms rund 14.000 Stellen im Corporate-Bereich wegfallen.
Parallel verschärft Amazon die Leistungsbewertung. In den Performance-Reviews für 2026 müssen die rund 350.000 Corporate-Mitarbeiter drei bis fünf konkrete Schlüssel-Ergebnisse aus dem Vorjahr vorlegen. Statt breiter Selbsteinschätzungen rücken damit messbare Einzelleistungen stärker in den Fokus. Diese Anpassung stützt den Kurs von CEO Andy Jassy hin zu mehr Disziplin und klarer Rechenschaft.
Analysten bleiben optimistisch
Trotz der Jobkürzungen fallen die Einschätzungen der Wall Street überwiegend positiv aus. Am Freitag bekräftigten Wolfe Research und Jefferies ihre positiven Ratings, Jefferies bleibt bei „Buy“. Deutsche Bank und Bank of America führen Amazon zudem als einen ihrer Top-Titel für 2026.
Als zentrale Treiber nennen die Institute:
- das Potenzial des KI-gestützten Shopping-Assistenten „Rufus“
- den geplanten Ausbau der AWS-Kapazitäten
Viele Analysten erwarten, dass der Fokus auf Effizienz und KI-Integration die Wettbewerbsposition weiter stärkt. Die Aktie war 2025 zwar weitgehend richtungslos, ist aber mit einem Kursplus von bis zu 9 % in der ersten Handelswoche gut in das neue Jahr gestartet.
Neue Impulse im Gesundheits- und Regulierungsbereich
Auch operativ setzt Amazon im neuen Jahr Akzente. Amazon Pharmacy hat sein Angebot im Gesundheitsbereich erweitert und bietet seit Freitag das bekannte Gewichtsreduktionsmedikament Wegovy von Novo Nordisk als Tablettenform an – sowohl für Versicherte als auch für Selbstzahler.
Auf der regulatorischen Seite deuten Berichte vom Freitag darauf hin, dass das kommende EU-Gesetz für digitale Netzwerke voraussichtlich keine deutlich strengeren Auflagen für große Tech-Konzerne wie Amazon bringen wird. Das würde den Druck aus Europa vorerst begrenzen.
Einordnung und Ausblick
Die aktuellen Schritte zeigen einen klaren Kurs: striktes Kosten- und Effizienzmanagement auf der einen, hohe Investitionen in zukünftige Wachstumstreiber wie KI, AWS und Gesundheit auf der anderen Seite. Die Entlassungen und das verschärfte Bewertungssystem zielen auf höhere Margen, während neue Produkte und Kapazitätserweiterungen das Wachstum stützen sollen.
Der nächste größere Prüfstein steht bereits bevor: Der Bericht zum vierten Quartal 2025, der gegen Ende Januar oder Anfang Februar erwartet wird, dürfte erstmals konkreter zeigen, wie sich Effizienzmaßnahmen und Wachstumsinitiativen in den Zahlen von AWS, Werbung und weiteren Kernbereichen niederschlagen. Analysten rechnen überwiegend damit, dass Amazon diesen Kurs 2026 in Form steigender Erträge untermauern kann.
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