Adobe Aktie: Angespannte Erwartung?
Adobe gerät gleich von zwei Seiten unter Druck: Der Software-Sektor wird von KI-Disruption-Ängsten durchgeschüttelt, und ausgerechnet im Kreativbereich stellt sich die Frage, wie stark neue Automatisierungstools das Lizenzgeschäft verändern könnten. Gleichzeitig treibt der Konzern Übernahmen und Partnerschaften voran, um selbst stärker von generativer KI zu profitieren. Wie passt das zusammen?
KI-Selloff trifft den Kreativbereich
In den vergangenen Handelssitzungen stand die Aktie deutlich unter Abgabedruck – ausgelöst von einer breiteren Verkaufswelle im Software-Sektor. Als Auslöser nennt Forbes „disruptive Ankündigungen“ von Anthropic zu neuen Automatisierungstools, die die Sorge vor einem schnelleren Produktivitätssprung weiter angeheizt haben.
Der Kern der Debatte: Wenn generative KI die Arbeit einzelner Kreativer stark beschleunigt, könnten Unternehmen perspektivisch mit weniger Designern auskommen – und damit auch weniger Software-Lizenzen benötigen. Diese mögliche „Seat Compression“ ist aktuell einer der Hauptgründe, warum Anleger bei Kreativ-Software besonders sensibel reagieren.
SEMrush-Übernahme bekommt grünes Licht
Operativ setzt Adobe parallel ein klares Zeichen Richtung Wachstum: Die Aktionäre von SEMrush haben die Übernahme auf einer außerordentlichen Sitzung am 3. Februar 2026 beschlossen. Der Abstimmungswert fiel sehr eindeutig aus: 304.825.418 Stimmen dafür standen 29.533 dagegen.
Nach Abschluss der Transaktion soll SEMrush eine hundertprozentige Tochter werden. Auffällig ist zudem die hohe Beteiligung: Aktionäre mit rund 89,5% der Stimmrechte nahmen an dem virtuellen Meeting teil. Das unterstreicht, wie wichtig der Deal für die Anteilseigner war.
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Ausbau der KI-Partnerschaften mit Cognizant
Schon Ende Januar hat Adobe außerdem die strategische Zusammenarbeit mit Cognizant ausgeweitet. Ziel ist es, Unternehmen bei der Umgestaltung von Content-Erstellung und Customer-Experience-Prozessen mit generativer KI zu unterstützen.
Konkret verbindet die Kooperation Adobes Firefly Services, Firefly Custom Models und die Experience Cloud mit Cognizants Implementierungs-Know-how. Zum Start stehen Branchen wie Healthcare/Life Sciences, Finanzdienstleistungen, Retail sowie Konsumgüter im Fokus.
Wichtige Punkte auf einen Blick:
- Geschäftsjahr 2025: Umsatz 23,8 Mrd. USD (+10,5%)
- Nettogewinn 7,1 Mrd. USD (+28%), operative Marge rund 37%
- SEMrush-Votum: 304,8 Mio. Ja-Stimmen vs. 29,5 Tsd. Nein-Stimmen
- Nächster Ergebnisbericht: 12. März 2026
Ein Blick nach vorn: Zahlen als nächster Prüfstein
Trotz der aktuellen Nervosität verweist der Quelltext auf robuste Kennzahlen für 2025 – doch der Markt handelt momentan weniger die Vergangenheit als das KI-Risiko für das Lizenzmodell. Passend dazu liegt die Aktie mit -9,67% auf Sicht von sieben Tagen klar im Abwärtstrend. Der nächste konkrete Stimmungstest folgt am 12. März 2026 mit den Quartalszahlen – dann wird sich zeigen, ob Adobe mit Strategie, Übernahme und KI-Angeboten die Sorgen um „Seat Compression“ überzeugend kontern kann.
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