Die Amazon-Aktie steckt in einem Widerspruch: Während das Papier diese Woche um rund 5 Prozent zulegte und bei etwa 233 Dollar notiert, verkaufen Insider massiv – allen voran Jeff Bezos, der Aktien im Wert von 5,65 Milliarden Dollar abstieß. Gleichzeitig sehen Analysten die Aktie bei 300 Dollar und setzen auf das boomende Cloud-Geschäft. Was steckt hinter diesem Tauziehen zwischen operativer Stärke und Management-Flucht?

AWS-Wachstum auf Höchststand seit drei Jahren

Der Treiber hinter der Kursrally ist Amazon Web Services. Im dritten Quartal beschleunigte sich das Umsatzwachstum der Cloud-Sparte auf 20 Prozent im Jahresvergleich – der stärkste Zuwachs seit elf Quartalen. AWS hat damit eine jährliche Umsatzlaufrate von 132 Milliarden Dollar erreicht.

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Besonders die KI-Offensive zahlt sich aus: Die hauseigenen Trainium-Chips verzeichneten ein Nachfragewachstum von über 150 Prozent im Quartalsvergleich. OpenAI verpflichtete sich zu einer mehrjährigen Partnerschaft mit einem Volumen von 38 Milliarden Dollar für AWS-Rechenkapazität. CEO Andy Jassy betont, dass neue Kapazitäten praktisch sofort nach Inbetriebnahme monetarisiert werden.

Operativ überzeugt Amazon auf ganzer Linie: Der Gewinn je Aktie lag im dritten Quartal bei 1,95 Dollar und übertraf die Erwartungen von 1,57 Dollar deutlich. Der Umsatz kletterte um 13,4 Prozent auf 180,17 Milliarden Dollar.

Jeff Bezos und Führungskräfte verkaufen aggressiv

Doch während die Zahlen glänzen, herrscht bei Insidern Verkaufsstimmung. In den vergangenen sechs Monaten gab es 73 Verkaufstransaktionen – und keine einzige Kauforder. Jeff Bezos trennte sich von 25 Millionen Aktien im Gesamtwert von 5,65 Milliarden Dollar.

Auch andere Führungskräfte ziehen mit: AWS-Chef Matthew Garman verkaufte am 21. November 17.768 Aktien für rund 3,85 Millionen Dollar. Solche konsistenten Verkäufe aus der Führungsebene wirken wie ein Warnsignal – selbst wenn die fundamentalen Daten robust erscheinen.

Institutionelle Investoren gespalten

Bei institutionellen Anlegern herrscht Uneinigkeit. Im dritten Quartal 2025 erhöhten 2.934 Investoren ihre Positionen, während 2.283 reduzierten. UBS Asset Management stockte massiv auf und erhöhte den Bestand um 60,6 Millionen Aktien (+77 Prozent).

Im Gegenzug liquidierte Kingstone Capital die gesamte Position und verkaufte 132,6 Millionen Aktien im Wert von etwa 29,1 Milliarden Dollar. Diese Divergenz zeigt: Einige sichern Gewinne, andere positionieren sich für das nächste KI-getriebene Wachstum.

Analysten sehen 300 Dollar – aber ist das realistisch?

Die Wall Street bleibt dennoch optimistisch: Alle 30 Analysten-Ratings lauten auf "Kaufen", kein einziges "Verkaufen". Das mediane Kursziel liegt bei 300 Dollar – fast 30 Prozent über dem aktuellen Niveau. Rosenblatt setzt das Ziel bei 305 Dollar an, Mizuho sogar bei 315 Dollar.

Die Bewertung von etwa 32 Mal dem geschätzten Gewinn wird mit dem wiederanziehenden Cloud-Wachstum und der Margenexpansion im Handelsgeschäft gerechtfertigt. Doch die Frage bleibt: Warum verkaufen dann die Insider, die das Geschäft am besten kennen, so aggressiv?

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