Amazon startet ins neue Jahr mit einer Mischung aus Innovationskraft und juristischen Altlasten. Während AWS einen wichtigen Schritt in der autonomen Fahrzeugtechnologie macht, hält ein Gericht die Tür für eine Sammelklage offen. Die Aktie konsolidiert nahe ihrem 52-Wochen-Hoch – und wartet auf den nächsten Impuls.

AWS rückt ins Zentrum der Autoindustrie

Der bedeutendste Wachstumstreiber ist die strategische Partnerschaft zwischen AWS und Aumovio, einem führenden Automobilzulieferer und ehemaligen Continental-Ableger. AWS wird bevorzugter Cloud-Anbieter für die Entwicklung autonomer Fahrsysteme und soll die Einführung selbstfahrender Lkw von Aurora Innovation beschleunigen. Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, generative KI in Entwicklungsprozesse zu integrieren und die enormen Datenmengen für Level-4-Systeme zu verarbeiten. Für AWS bedeutet das eine wichtige Expansion in den Industriesektor – genau zu einem Zeitpunkt, an dem Investoren auf konkrete KI-Erlöse warten.

Preisvorwürfe überstehen erste Hürde

Parallel dazu muss Amazon eine juristische Niederlage verkraften. Ein Bundesgericht in Seattle hat den Antrag des Konzerns abgelehnt, eine Sammelklage wegen mutmaßlicher Preistreiberei während der Corona-Pandemie abzuweisen. Richter Robert S. Lasnik sah ausreichend Anhaltspunkte dafür, dass Amazon die Krise zur Preiserhöhung bei wichtigen Gütern genutzt haben könnte – ein Verstoß gegen Verbraucherschutzgesetze des Bundesstaats Washington. Der Prozess geht nun in die Beweisaufnahme, was das regulatorische Risiko für Aktionäre sichtbar hält.

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Analysten erwarten deutlich höhere Kurse

Die Analystenstimmung bleibt unterdessen klar positiv. 46 von 47 Experten stufen die Aktie mit „Kaufen" ein, das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 296 US-Dollar – über 20 Prozent über dem aktuellen Niveau. Jefferies gehört zu den Häusern, die ihre Prognosen kürzlich auf 300 US-Dollar angehoben haben. Als Begründung nennen die Analysten das beschleunigte Wachstum von AWS und eine attraktive Bewertung im historischen Vergleich. Institutionelle Investoren wie HM Payson & Co. haben ihre Positionen zuletzt ausgebaut, was das langfristige Vertrauen unterstreicht.

Quartalszahlen am 29. Januar im Fokus

Am 29. Januar folgt der Quartalsbericht für das vierte Quartal. Investoren werden prüfen, ob Partnerschaften wie die mit Aumovio bereits Spuren in den AWS-Erlösen hinterlassen. Technisch hält sich die Aktie stabil über 240 US-Dollar. Ein Ausbruch über 247 US-Dollar könnte den Weg in Richtung 260 US-Dollar ebnen. Sollten die juristischen Schlagzeilen jedoch zunehmen, bleibt eine Korrektur bis 225 US-Dollar möglich.

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