Der E-Commerce-Gigant baut seine Präsenz jenseits des klassischen Online-Handels und Cloud-Geschäfts gezielt aus. Mit der Ausweitung seiner Robotaxi-Tests auf neue US-Städte und einer tieferen Integration in den boomenden Markt für Abnehmspritzen treibt der Konzern seine Diversifikation voran. Doch wie fügen sich diese kostspieligen Vorstöße in das strategische Gesamtbild des Unternehmens ein?

Zoox testet auf neuen Straßen

Die eigenständige Tochtergesellschaft Zoox weitet ihre Testfahrten für autonome Fahrzeuge auf Dallas und Phoenix aus. Zunächst werden umgerüstete Toyota-SUVs mit menschlichen Sicherheitsfahrern eingesetzt, um die neuen, weitläufigeren und klimatisch anspruchsvolleren Straßennetze zu kartieren. Erst im Anschluss sollen die eigens entwickelten Robotaxis ohne Lenkrad und Pedale auf die Straßen rollen.

Um diesen Schritt operativ zu stützen, eröffnet das Unternehmen neue Standorte in Arizona und Texas, die hunderte Arbeitsplätze schaffen sollen. Die geografische Expansion ist ein notwendiger Schritt im engen Wettbewerb mit Konkurrenten wie Waymo und Tesla. Aktuell wartet Zoox noch auf die weitreichenden behördlichen Ausnahmegenehmigungen, um seine Spezialfahrzeuge landesweit in einen echten kommerziellen Dauerbetrieb überführen zu dürfen.

Angriff auf den Gesundheitsmarkt

Parallel zur Mobilität wagt sich Amazon tiefer in den lukrativen Gesundheitssektor vor. Über Amazon Pharmacy erhalten Kunden nun einen vereinfachten Zugang zum Medikament Zepbound von Eli Lilly, das zur Gewichtsreduktion eingesetzt wird. Durch transparente Preise ab 299 US-Dollar pro Monat und eine diskrete Lieferung direkt an die Haustür positioniert sich Amazon gezielt in dem rasant wachsenden Markt für sogenannte GLP-1-Präparate.

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Das Unternehmen nutzt hierbei sein massives Logistiknetzwerk als Wettbewerbsvorteil. Bereits heute profitieren Millionen US-Haushalte von der taggleichen Zustellung für Medikamente, ein Service, der bis Ende 2026 auf rund 4.500 Städte ausgeweitet werden soll.

Hohe Investitionen prägen das Bild

Diese strategischen Ausweitungen unterstreichen das Bestreben, das Geschäft breiter aufzustellen, erfordern jedoch massive Investitionen. Amazon plant, seine Kapitalausgaben im Jahr 2026 substanziell zu erhöhen, auch um die Infrastruktur für die renditestarke Cloud-Sparte (AWS) angesichts der KI-Konkurrenz von Microsoft und Google weiter aufzurüsten. Diese hohen Ausgaben belasten kurz- bis mittelfristig den freien Cashflow.

An der Börse preisen Investoren dieses Umfeld derzeit eher vorsichtig ein. Die Amazon-Aktie notiert nach leichten Zugewinnen bei 184,84 Euro, liegt damit auf Jahressicht (YTD) jedoch rund 4,4 Prozent im Minus und pendelt unterhalb ihrer wichtigen 200-Tage-Linie.

Ob die hohen Investitionen in Mobilität und Gesundheit die Margen künftig stützen können, muss das operative Geschäft erst noch beweisen. Der nächste konkrete Prüfstein für Anleger zur Bewertung der Rentabilität und des Cashflows steht bereits im Kalender: Am 29. April 2026 wird Amazon seine Ergebnisse für das abgelaufene Quartal vorlegen.

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