Amazon setzt den Rotstift so radikal an wie nie zuvor. Ab dem kommenden Dienstag rollt laut Berichten die zweite große Entlassungswelle an, die die Gesamtzahl der gestrichenen Jobs auf fast 30.000 erhöht – ein Rekord in der dreißigjährigen Firmengeschichte. Doch anders als bei früheren Restrukturierungen diktiert diesmal nicht finanzielle Not die Entscheidung, sondern ein rigoroser Kulturwandel unter CEO Andy Jassy.

Angriff auf die Bürokratie

Die Dimensionen des Umbaus sind massiv. Rund 14.000 weitere Mitarbeiter müssen gehen, womit der Tech-Gigant etwa zehn Prozent seiner Verwaltungskräfte abbaut. Betroffen sind diesmal zentrale Bereiche wie die Cloud-Sparte AWS, der Einzelhandel, Prime Video sowie die Personalabteilung. Die Frist für die im Oktober betroffenen Mitarbeiter, intern neue Stellen zu finden, läuft am Montag ab – direkt danach folgt der nächste Einschnitt.

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Bemerkenswert ist die Begründung für diesen Schritt. Amazon schreibt aktuell schwarze Zahlen und erzielte in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 einen Gewinn von über 56 Milliarden US-Dollar. CEO Andy Jassy stellte klar, dass es sich nicht um eine finanziell getriebene Maßnahme handelt. Vielmehr habe das rasante Wachstum der Vorjahre zu übermäßiger Bürokratie und zu vielen Management-Ebenen geführt. Der Konzern will durch die Verschlankung seine Entscheidungswege beschleunigen und zu der Agilität zurückfinden, die ihn einst groß machte.

Aktie sucht Richtung

An der Börse sorgt der radikale Umbau für gemischte Gefühle. Die Amazon-Aktie geriet zuletzt unter Druck und beendete die Handelswoche bei 231,19 US-Dollar. Damit hat sich das Papier rund 6,6 Prozent von seinem 52-Wochen-Hoch entfernt. Während die langfristige Profitabilität durch die Effizienzsteigerung profitieren dürfte, sorgt die kurzfristige Unruhe im Unternehmen für Unsicherheit.

Auch Analysten bewerten die Lage unterschiedlich. TD Cowen hob das Kursziel auf 315 US-Dollar an, während Raymond James seine Erwartungen auf 260 US-Dollar senkte, aber an der Kaufempfehlung festhielt. Der Konsens bleibt mit einem durchschnittlichen Kursziel von rund 295 US-Dollar optimistisch, was ein deutliches Aufwärtspotenzial impliziert.

Klarheit über die finanziellen Auswirkungen wird der 5. Februar 2026 bringen. An diesem Datum veröffentlicht Amazon seine Zahlen für das vierte Quartal. Investoren werden dann genau prüfen, ob die angekündigten Effizienzgewinne bereits sichtbar sind und wie das Management die Balance zwischen Kostensenkung und den geplanten massiven Investitionen in die KI-Infrastruktur meistert.

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