Amazon Aktie: Zoox greift an
Amazon setzt seinen Kurs in der autonomen Mobilität konsequent fort. Die Robotaxi-Tochter Zoox weitet ihre Testaktivitäten auf Dallas und Phoenix aus – und bringt damit Amazons AV-Ambitionen in inzwischen zehn US-Städte. Hinter dem Schritt steckt mehr als geografische Expansion: Amazon baut systematisch an einer eigenen KI-getriebenen Transportinfrastruktur.
Warum Dallas und Phoenix?
Beide Städte bieten Zoox Testbedingungen, die bisherige Standorte wie San Francisco oder Seattle nicht liefern können. Weitläufige Straßennetze, extreme Hitze und Wüstenstaub stellen Sensoren, Batterien und KI-Systeme vor Belastungen, die im Stadtverkehr an der Westküste kaum simulierbar sind.
Arizona ist zudem bekannt für besonders aufgeschlossene Regulierung im Bereich autonomes Fahren – flaches Terrain und verlässliches Wetter machen den Staat seit Jahren zu einem bevorzugten Testfeld der Branche. Für Zoox ist es der erste Auftritt in Arizona überhaupt.
Zunächst werden Toyota Highlander SUVs eingesetzt, die von Mitarbeitern manuell gefahren werden, um die Kartierungssoftware mit lokalen Straßendaten zu füttern. Danach folgt autonomes Testen mit denselben Fahrzeugen – bevor Zoox seine eigens entwickelten Robotaxis einsetzen will.
Infrastruktur, Zulassung, Wettbewerb
Parallel zur Testausweitung öffnet Zoox neue Betriebsdepots in beiden Städten sowie ein sogenanntes „Fusion Center" in Scottsdale, Arizona. Die Einrichtung dient als Kommandozentrale für Flottensteuerung, Fernlenkung und Fahrerunterstützung. Der Ausbau soll laut Unternehmen mehrere Hundert Stellen schaffen.
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Die entscheidende Hürde bleibt regulatorischer Natur. Zoox' eigentliches Herzstück – ein zweckgebautes Robotaxi ohne Lenkrad und Pedale – wartet noch auf die nötigen Ausnahmegenehmigungen der US-Bundesbehörde NHTSA für den kommerziellen Betrieb. Bisher erhielt das Unternehmen lediglich eine Ausnahmeregelung für öffentliche Demonstrationsfahrten. Erst nach Freigabe kann Zoox ein echtes, zahlungspflichtiges Angebot starten.
Im Wettbewerb liegt Waymo klar vorne: Alphabets AV-Tochter absolviert bereits 450.000 bezahlte Fahrten pro Woche und expandiert weiter. Zoox hat bislang über eine Million autonome Meilen zurückgelegt und mehr als 300.000 Fahrgäste befördert – ein solider Ausgangspunkt, aber noch weit von kommerziellem Maßstab entfernt.
Amazon: Starkes Wachstum, steigende Investitionen
Der Mutterkonzern lieferte zuletzt starke operative Zahlen: Der Umsatz wuchs 2025 um zwölf Prozent auf 716,9 Milliarden Dollar, der Gewinn je Aktie legte um 30 Prozent zu. AWS, das Cloud-Geschäft, wuchs im vierten Quartal 2025 um 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr und bleibt Amazons profitabelster Wachstumstreiber.
Gleichzeitig plant Amazon für 2026 Investitionen von rund 200 Milliarden Dollar – überwiegend in AWS. Das übertraf Analystenerwartungen deutlich und verdeutlicht, wie stark Amazon auf KI-Infrastruktur setzt. Auf der anderen Seite ist der freie Cashflow zuletzt deutlich gefallen: von 47,7 Milliarden Dollar im dritten Quartal 2024 auf 11,2 Milliarden im vierten Quartal 2025. Dieser Rückgang dürfte Anleger vorerst beschäftigen.
Die Amazon-Aktie notiert seit Jahresbeginn rund sechs Prozent im Minus – und damit deutlich schwächer als der Gesamtmarkt. Für die Zoox-Expansion gilt: Ob autonome Mobilität innerhalb des nächsten Analystenzyklusfensters – Analysten erwarten bis 2028 ein jährliches EPS-Wachstum von 18 Prozent – zu einem messbaren Umsatzbeitrag wird, hängt direkt davon ab, wie schnell die NHTSA die ausstehenden Genehmigungen erteilt.
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