Amazon steht vor einem der wichtigsten Tage des Jahres. Am Donnerstag legt der Konzern seine Quartalszahlen vor – und die Erwartungen sind hoch. Während Analysten optimistisch bleiben, laufen im Hintergrund umfangreiche Umstrukturierungen. Gleichzeitig mehren sich die Investitionen in Künstliche Intelligenz.

Analysten bleiben zuversichtlich

Die UBS bestätigte am Dienstag ihre Kaufempfehlung für die Amazon-Aktie und hob das Kursziel leicht von 310 auf 311 US-Dollar an. Damit liegt die Einschätzung im Einklang mit dem breiten Analystenkonsens, der ein durchschnittliches Kursziel von rund 296 bis 298 US-Dollar sieht. Der aktuelle Kurs notierte zuletzt bei 238,62 US-Dollar – das entspricht einem potenziellen Aufwärtsspielraum von mehr als 20 Prozent.

Die Optionsmärkte kalkulieren für den Tag nach der Veröffentlichung mit einer Kursbewegung von etwa 8 Prozent in die eine oder andere Richtung. Solche Schwankungen sind typisch für Amazon nach Quartalszahlen und spiegeln die hohe Marktbedeutung des Konzerns wider.

Stellenabbau in Seattle und Bellevue

Parallel zur Berichtssaison wurde bekannt, dass Amazon im Bundesstaat Washington 2.198 Stellen streicht. Die Kündigungen betreffen vor allem die Standorte Seattle und Bellevue und sind Teil einer globalen Restrukturierung, die etwa 16.000 Unternehmenspositionen umfasst. Die Trennungen sollen Ende April beginnen.

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Hintergrund der Maßnahme ist eine strategische Neuausrichtung. Amazon verlagert Ressourcen verstärkt in den Bereich Künstliche Intelligenz – ein Sektor, der massive Investitionen in Infrastruktur und Entwicklung erfordert. Die Cloud-Sparte AWS gilt als zentrale Säule dieser Strategie.

Donnerstag im Fokus: Umsatz, Gewinn, AWS

Die Konsensschätzungen für das vierte Quartal liegen bei einem Umsatz von 211,5 Milliarden US-Dollar – das wäre ein Plus von etwa 12 bis 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beim Gewinn je Aktie erwarten Analysten rund 1,97 US-Dollar.

Besonders im Blick steht die Performance von Amazon Web Services. Die Cloud-Sparte ist nicht nur ein wichtiger Ertragsträger, sondern auch der Gradmesser dafür, wie stark sich die steigende Nachfrage nach KI-Anwendungen in den Geschäftszahlen niederschlägt. Die Wachstumsrate von AWS wird daher von Investoren genau beobachtet.

Am 5. Februar werden die Märkte Klarheit bekommen. Bis dahin bleibt die Aktie anfällig für Schwankungen im Vorfeld der Zahlenvorlage.

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